Armut in Deutschland: Millionen Menschen weiter von sozialer Ausgrenzung bedroht
- Redaktion Mittagsmagazin

- vor 7 Stunden
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Im zurückliegenden Jahr lebte eine sehr große Bevölkerungsgruppe in Deutschland unter prekären sozialen Bedingungen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren etwa 17,6 Millionen Menschen entweder armutsgefährdet oder von sozialer Ausgrenzung betroffen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Besonders gefährdete Haushaltsformen
Bestimmte Lebenssituationen sind deutlich stärker mit Armutsrisiken verbunden als andere. Überdurchschnittlich häufig betroffen sind laut Bundesamt Menschen, die allein leben. In dieser Gruppe lag die Quote bei 30,9 Prozent. Ebenfalls stark gefährdet sind Alleinerziehende mit einem Anteil von 28,7 Prozent. Noch gravierender stellt sich die Lage für Menschen ohne Arbeit dar: Arbeitslose wiesen mit 64,9 Prozent die mit Abstand höchste Armutsgefährdungsquote auf.
Anstieg der Armutsgefährdung im Jahr 2025
Für das Jahr 2025 stuft das Statistische Bundesamt rund 13,3 Millionen Menschen als armutsgefährdet ein. Das entspricht 16,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Damit ist der Anteil gegenüber dem Vorjahr gestiegen, denn 2024 lag er noch bei 15,5 Prozent. Besonders häufig betroffen waren erneut Alleinlebende, Alleinerziehende sowie Personen ohne Erwerbstätigkeit. Innerhalb dieser Gruppen gelten Arbeitslose weiterhin als am stärksten gefährdet.
Wann gilt man als arm oder ausgegrenzt?
Die Europäische Union definiert das Risiko von Armut oder sozialer Ausgrenzung anhand von drei Kriterien. Als betroffen gelten Personen, bei denen mindestens eines davon zutrifft: ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze, erhebliche materielle und soziale Einschränkungen im Haushalt oder das Leben in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung.


