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Bahnreisen: Zugfahrten in Europa sollen vereinfacht werden

  • vor 10 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Um Probleme künftig zu vermeiden, möchte die EU-Kommission Bahnunternehmen verpflichten, wichtige Informationen miteinander auszutauschen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Dazu zählen unter anderem Fahrpläne, Ticketpreise und aktuelle Verspätungsdaten. Ziel ist es, Reisen über Ländergrenzen hinweg einfacher und kundenfreundlicher zu gestalten.


Wer heute mit dem Zug über mehrere Ländergrenzen hinweg reist, steht oft vor einem unübersichtlichen Buchungssystem. Häufig müssen Tickets bei unterschiedlichen Anbietern gekauft werden. Kommt es unterwegs zu Verspätungen und ein Anschluss wird verpasst, bleiben Fahrgäste meist auf sich allein gestellt. Da mehrere separate Fahrkarten genutzt werden, fühlt sich oft kein Unternehmen verantwortlich – weder für eine alternative Weiterreise noch für Hotelkosten oder Entschädigungen.


EU-Kommission plant einheitlichere Standards


Bereits in der Vergangenheit hatte die EU-Kommission große Bahnkonzerne wie Deutsche Bahn und Renfe mehrfach aufgefordert, ihre Daten zugänglich zu machen. Hintergrund ist der Wunsch nach mehr Wettbewerb im europäischen Bahnverkehr. Die betroffenen Unternehmen zeigten sich bislang jedoch zurückhaltend.


Mehr Rechte für Fahrgäste


Nach den neuen Plänen sollen Reisende künftig besser abgesichert werden. Wird ein Anschluss wegen einer Verspätung verpasst, könnten Fahrgäste – ähnlich wie bereits bei innerdeutschen Reisen – einfach den nächsten verfügbaren Zug nutzen. Alternativ wäre auch eine vollständige Rückerstattung des Ticketpreises möglich.


Zusätzlich sind finanzielle Entschädigungen vorgesehen, wenn erhebliche Verspätungen auftreten. Die Verantwortung dafür soll jeweils das Bahnunternehmen tragen, das die Störung verursacht hat.


Entscheidung steht noch aus


Die Vorschläge aus Brüssel werden nun im Europäisches Parlament sowie im Rat der 27 EU-Mitgliedstaaten weiter beraten. Bis zu einer endgültigen Entscheidung könnten allerdings noch einige Monate vergehen.

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