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Milka vor Gericht: Verbraucher fühlen sich durch kleinere Tafeln getäuscht

  • 13. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Viele Verbraucher:innen reagierten verärgert, als bekannt wurde, dass die bekannte Milka-Tafel plötzlich weniger Inhalt bietet, gleichzeitig aber teurer geworden ist. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Nach Auffassung des Landgerichts Bremen wurde die Reduzierung des Gewichts von ursprünglich 100 auf nun 90 Gramm nicht ausreichend transparent gemacht. Das Gericht bewertete die Änderung daher als „relative Mogelpackung und somit eine Irreführung des Verbrauchers“.


Bereits Anfang 2025 hatte Mondelez die Rezeptur beziehungsweise Größe der Sorte Milka Alpenmilch angepasst. Die Tafeln wurden dünner produziert, während der Verkaufspreis gleichzeitig anstieg.


Mondelez verteidigt sich gegen die Vorwürfe


Im laufenden Verfahren widersprach der Konzern den Anschuldigungen. Nach Angaben des Unternehmens sei das neue Gewicht deutlich auf der Verpackung ausgewiesen gewesen – sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite. Nach der Urteilsverkündung erklärte Mondelez gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Wir nehmen die heutige Entscheidung des Gerichts zur Kenntnis und ernst und schauen uns die Urteilsbegründung des Gerichts jetzt im Detail an“.


Steigende Rohstoffkosten als Hintergrund


Die Diskussion um die kleinere Schokoladentafel steht zudem im Zusammenhang mit den Entwicklungen auf dem internationalen Kakaomarkt. Der US-amerikanische Süßwarenhersteller, dessen Unternehmenswert bei rund 80 Milliarden Dollar liegt, bekam die massiven Preisschwankungen ebenfalls zu spüren. Besonders schlechte Ernten in den wichtigen Anbauregionen Elfenbeinküste und Ghana hatten die Preise für Kakao ab dem Jahr 2023 stark ansteigen lassen. Innerhalb kurzer Zeit verteuerte sich der Rohstoff erheblich: Lag der Preis zu Beginn des Jahres 2023 noch bei etwa 2.500 Dollar pro Tonne, wurden Anfang 2024 zeitweise bis zu 10.000 Dollar pro Tonne erreicht.


Warum sinkende Preise nicht sofort helfen


Selbst wenn sich die Erntesituation inzwischen wieder verbessert und die Marktpreise nachgeben, wirken sich frühere Preissteigerungen weiterhin auf die Hersteller aus. Der Grund dafür liegt im internationalen Rohstoffhandel: Kakao wird häufig langfristig über Termingeschäfte eingekauft. Dadurch schlagen hohe Einkaufspreise oft noch Monate später auf die Produktionskosten durch.

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