Belastungsprobe: Erneute Festnahme und schwere Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby
- Redaktion Mittagsmagazin

- vor 2 Tagen
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Die juristischen Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby stellen für die norwegische Königsfamilie eine erhebliche Belastungsprobe dar. Mehr dazu in den Royal-News.
Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon werden dem anstehenden Gerichtsverfahren planmäßig nicht persönlich beiwohnen. Gerade für Mette-Marit ist die Situation besonders angespannt: Ihr Name taucht derzeit mehrfach in Unterlagen im Zusammenhang mit dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auf, was zusätzlichen öffentlichen Druck erzeugt. Hinzu kommt, dass die Kronprinzessin seit Längerem an einer chronischen Lungenerkrankung leidet.
Zurückhaltende Reaktionen aus dem Palast
Über einen längeren Zeitraum äußerte sich das Königshaus kaum zu den Anschuldigungen gegen Marius Borg Høiby. In einem Interview mit dem norwegischen Fernsehen machte Mette-Marit jedoch deutlich, wie stark die laufenden Ermittlungen die Familie getroffen haben: „Es war wirklich, wirklich hart für uns.“ König Harald V. sowie das Kronprinzenpaar betonten zudem ihr Mitgefühl gegenüber allen Betroffenen.
Stellungnahme des Angeklagten
Høiby selbst erklärte in einer schriftlichen Mitteilung, dass er unter psychischen Problemen leide und seit geraumer Zeit mit Drogenabhängigkeit zu kämpfen habe. Bereits vor seiner jüngsten Festnahme gingen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass ihm zahlreiche Straftaten zur Last gelegt werden könnten, darunter mehrere Sexualdelikte. Ungeachtet dessen gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.
Ablauf des Gerichtsverfahrens
Am ersten Prozesstag stehen die Verlesung der Anklageschrift sowie die Plädoyers auf dem Programm. Für den zweiten Verhandlungstag ist vorgesehen, dass Høiby selbst zu den Vorwürfen Stellung nimmt. Darüber hinaus sollen mehrere mutmaßliche Opfer und Zeuginnen aussagen, darunter frühere Partnerinnen des Angeklagten.
Keine offizielle Rolle im Königshaus
Obwohl Høiby familiäre Verbindungen zur Königsfamilie hat, zählt er nicht offiziell zum norwegischen Königshaus und trägt keinen Prinzentitel. Entsprechend übernahm er auch keine repräsentativen Aufgaben. Seine Ausbildung und berufliche Laufbahn verliefen wechselhaft: Ein 2017 begonnenes BWL-Studium in den USA brach er frühzeitig ab. Später sammelte er Erfahrungen als Praktikant bei einem Modedesigner, arbeitete im Vertrieb eines Unternehmens für eine Party-App und war zeitweise als Motorradmechaniker tätig.


