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Berlin nach Stromausfall: Bürgermeister Wegner verteidigt Krisenmanagement und stößt auf Kritik

Nach einem großflächigen Stromausfall in Berlin infolge eines Anschlags fließt der Strom nun wieder in allen Haushalten. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) kündigte an, den Schutz kritischer Infrastrukturen künftig zu verstärken.


Energiesenatorin Franziska Giffey (SPD) berichtete, dass am Mittwoch um 14:10 Uhr die „Vollversorgung“ wieder erreicht wurde. Zugleich mahnte sie: „Die Situation ist noch nicht vorbei.“


Offene Fragen und Herausforderungen im Krisenmanagement


Trotz der Wiederherstellung der Stromversorgung bleiben viele Fragen rund um die Netzsicherheit und das Krisenmanagement ungeklärt. Die „Großschadenslage“ bleibt zunächst bestehen. Wegner lobte zwar die bereits funktionierenden Abläufe in der Krisenbewältigung, räumte aber ein, dass das Aktivieren von Helfer:innen und Notstromaggregaten Zeit benötigte. Anfangs gab es Beschwerden der Bürger:innen über mangelnde Informationen und unzureichende praktische Unterstützung. Auch die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Stellen verlief teils holprig.


Kontroverse um Wegners Verhalten


Kritik zog Wegner auf sich, weil er am ersten Tag des Stromausfalls Tennis gespielt hatte. Am Sonntag verteidigte der CDU-Politiker sein Vorgehen: „Ich habe mich gestern weder gelangweilt noch die Füße hochgelegt, sondern ich war den ganzen Tag am Telefon und habe versucht zu koordinieren und mich bestmöglich zu informieren, weil ich denke, das hilft den Menschen noch mehr.“ Er betonte, dass er am Samstag zu Hause war und sich in sein Büro zurückgezogen habe, um die Hilfsmaßnahmen zu organisieren.


Kritik an Präsenz vor Ort


Dass Wegner nicht unmittelbar in den betroffenen Stadtteilen präsent war, hatte bereits Kritik anderer Parteien hervorgerufen. Der Bürgermeister erklärte, dass vor Ort keine Möglichkeit bestanden habe, Telefonate zur Koordination zu führen, da weder Internet noch Mobilfunk verfügbar waren. Später räumte Wegner ein, dass die Kommunikation seiner Handlungen unglücklich gewesen sei: „Rückblickend hätte ich das am Sonntag sagen sollen, was ich am Samstag gemacht habe“,sagte er in der RBB-„Abendschau“.


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