top of page

Besser schlafen trotz Stress: Wie du dich gezielt auf Schlafmangel vorbereiten kannst

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Ob vor einem Langstreckenflug, einer Nachtschicht oder einem wichtigen Wettkampf am Abend: Viele versuchen, durch extra Schlaf vorher vorzubeugen. Die Idee dahinter ist verständlich – man möchte gewappnet sein für die kommende Belastung. Doch funktioniert das wirklich? Mehr dazu im LSJonline-Mittagsmagazin.


Tatsächlich kann zusätzlicher Schlaf vor anstrengenden Phasen dabei helfen, die kommenden Herausforderungen besser zu bewältigen. Allerdings lässt sich Schlaf nicht wie ein Vorrat anlegen. Es geht weniger darum, ein "Guthaben" zu schaffen, sondern vielmehr darum, dem Körper rechtzeitig ausreichend Ruhe zu gönnen.


Warum ausreichend Schlaf mehr bringt als der Wecker erlaubt


Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Wer sich gut ausruht, ist leistungsfähiger – sowohl geistig als auch körperlich. Sportlerinnen und Sportler, die über zwei Wochen hinweg pro Nacht rund 90 Minuten länger schliefen, verbesserten nachweislich ihre Leistungen, etwa in Sprinttests oder bei technischen Sportarten wie Tennis und Basketball.


Doch hier liegt der Haken: Der Wecker verhindert oft genau diesen erholsamen Schlaf. Wenn der Alarm uns aus dem Schlaf reißt, geschieht das häufig in einer sensiblen Phase der Regeneration – besonders in den frühen Morgenstunden, wenn wichtige körperliche und mentale Erholungsprozesse ablaufen. Wer regelmäßig durch einen Wecker geweckt wird, schläft also selten wirklich aus. Deshalb ist es – gerade vor Schlafmangelphasen – sinnvoll, dem natürlichen Wachwerden Vorrang zu geben.


So bereitet man sich auf veränderte Schlafzeiten vor


Ein veränderter Schlafrhythmus lässt sich nicht von heute auf morgen umstellen. Wer sich jedoch gezielt darauf vorbereiten möchte, kann mit diesen Schritten seinen Körper langsam anpassen:


Mittagsschlaf vermeiden

Besonders Menschen mit ohnehin unregelmäßigem Schlaf sollten tagsüber nicht schlafen, um abends müder zu sein.


Bewegung fördern

Körperliche Aktivität tagsüber sorgt dafür, dass man abends schneller einschläft.


Morgens konsequent aufstehen

Wer einige Tage hintereinander früher aufsteht, wird abends automatisch eher müde.


Schlafzeiten stufenweise vorverlegen

Jeden Abend 10–15 Minuten früher ins Bett zu gehen, kann helfen, den Rhythmus zu verschieben.


Diese Methoden haben sich besonders bei Berufsgruppen mit Schichtarbeit bewährt – ob in der Pflege, bei der Polizei, Feuerwehr oder im Transportwesen. Auch Profisportler müssen flexibel auf wechselnde Spielzeiten reagieren – hier ist ein anpassungsfähiger Schlafrhythmus besonders wichtig.


Koffein – unterschätzter Störfaktor für gesunden Schlaf


Ein häufiger Fehler bei der Schlafplanung: Kaffee oder Energy-Drinks zu spät am Tag. Viele unterschätzen, wie lange Koffein im Körper wirkt. Seine Halbwertszeit liegt bei etwa vier bis sechs Stunden – das bedeutet, dass selbst Stunden nach dem Konsum noch spürbare Mengen im Blut vorhanden sind.


Ein Espresso um 16 Uhr? Der wirkt noch um Mitternacht. Das kann das Einschlafen erheblich erschweren – besonders bei Menschen mit einem sensiblen Schlaf-Wach-Rhythmus oder in Schichtarbeit. Besser: den letzten koffeinhaltigen Drink spätestens mittags genießen oder auf entkoffeinierte Alternativen umsteigen.

bottom of page