Bildung in Deutschland: Breite Einigkeit über dringenden Reformbedarf im Schulsystem
- 27. Mai
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Deutschland wird im internationalen Vergleich bei der Chancengleichheit im Bildungssystem häufig als unzureichend bewertet. Vor diesem Hintergrund hat das Deutsche Kinderhilfswerk sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche befragt, um mögliche Verbesserungen zu identifizieren. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Zentrale Forderungen der Erwachsenen
Ein sehr großer Teil der befragten Erwachsenen spricht sich für deutliche strukturelle Verbesserungen aus. Besonders häufig genannt werden mehr Fachkräfte in Schulen und Kindertagesstätten sowie einheitliche Bildungs- und Leistungsstandards im gesamten Bundesgebiet.
Darüber hinaus wünschen sich viele eine engere Verzahnung verschiedener Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Ebenso wird der kostenfreie Zugang zu Bildung von der frühen Kindheit bis zum Schulabschluss breit unterstützt. Auch zusätzliche Fördermaßnahmen für Kinder aus benachteiligten Lebenslagen finden starke Zustimmung.
Gemeinsame Positionen von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen
Über die Erwachsenen hinaus zeigen auch Kinder und Jugendliche ähnliche Prioritäten. Beide Gruppen befürworten verpflichtende Angebote zur Lern- und Sprachförderung sowie einen flächendeckenden Ausbau der Schulsozialarbeit. Zudem wird der Ausbau psychosozialer Unterstützungsangebote als wichtig angesehen, insbesondere um die Bildungschancen sozial benachteiligter Kinder zu verbessern.
Einschätzung zur Integration geflüchteter Kinder
Ein weiterer deutlicher Konsens zeigt sich beim Thema Integration: 80 Prozent der Erwachsenen und 78 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind der Meinung, dass geflüchtete Kinder möglichst schnell nach ihrer Ankunft Zugang zu schulischer Bildung erhalten sollten.


