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Debatte um Förderung: Fokus auf demokratische Werte und leistungsstarke Strukturen statt Vielfalt

  • vor 2 Tagen
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In einem Gespräch mit der Zeitung taz wurde die Familienministerin Karin Prien zur aktuellen Debatte um gesellschaftliche Vielfalt befragt. Dabei ging es insbesondere um die Forderung, stärker die gesellschaftliche Mitte zu betonen und die Förderung von Diversität neu zu gewichten. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin


Prien erklärte dazu: „Zu einer liberalen Demokratie gehört zentral natürlich die Verteidigung von Minderheitenrechten. Gesellschaftliche Vielfalt ist grundsätzlich positiv – aber als staatliches Förderziel sehe ich das nicht.“


Neue Prioritäten statt Kürzungen


Nach ihren Angaben zielt der Vorschlag nicht darauf ab, bestehende Mittel zu streichen. Vielmehr gehe es darum, die inhaltlichen Schwerpunkte staatlicher Unterstützung neu auszurichten. Aspekte wie Pluralismus, Offenheit und demokratische Legitimation sollen dabei stärker berücksichtigt werden.


Künftig sollen insbesondere etablierte und leistungsfähige Strukturen mehr Aufmerksamkeit erhalten. Dazu zählen unter anderem Angebote im Jugendsport, kulturelle Bildungsprojekte sowie Organisationen wie Pfadfindergruppen, Jugendfeuerwehren oder die Landjugend.


Kritik aus Politik und Zivilgesellschaft


Die Überlegungen der Ministerin sind auf Widerstand gestoßen. Verschiedene Organisationen äußerten im Vorfeld deutliche Kritik. Auch innerhalb der Regierungskoalition gibt es Differenzen: Vertreter der SPD sehen die Pläne skeptisch. Unterstützung erhielt Prien hingegen von Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich im Bundestag hinter ihre Position stellte.


Forderung nach klaren Förderkriterien


Die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Anja Weisgerber, präzisierte die Überlegungen in einem Interview mit dem ARD-Hauptstadtstudio. Sie betonte: „Es geht auch darum, in den Kriterien festzulegen, dass sich die Projektträger auf dem Boden der Verfassung bewegen müssen.“


Nach ihrer Einschätzung habe sich die überwiegende Mehrheit der bisherigen Träger ohnehin verfassungskonform verhalten. Dennoch warnte sie: „aber genau diejenigen, die sich an unsere Verfassung und unser Grundgesetz halten, die werden dadurch beschädigt, wenn es andere gibt, die es nicht tun“. Abschließend machte Weisgerber deutlich, worauf ihr Ansatz abzielt: „dass es für Links- und Rechtsextreme keine Fördermittel gibt“.

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