Eierkonsum steigt: Deutsche essen immer mehr Eier
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
In Deutschland greifen Verbraucherinnen und Verbraucher immer häufiger zu Eiern. Nach Angaben des Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch im vergangenen Jahr bei rund 252 Eiern. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Damit wurden im Schnitt vier Eier mehr gegessen als noch im Jahr zuvor. In dieser Statistik werden nicht nur frische Eier berücksichtigt, sondern auch solche, die in verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind.
Entwicklung seit einigen Jahren
Der Anstieg ist kein kurzfristiges Phänomen. Bereits seit dem Jahr 2022 lässt sich eine kontinuierliche Zunahme beobachten. Damals lag der durchschnittliche Verbrauch noch bei etwa 234 Eiern pro Person und Jahr. Seitdem hat sich der Konsum Schritt für Schritt erhöht.
Gründe für die wachsende Nachfrage
Für diese Entwicklung nennt der Leiter des BZL, Josef Goos, mehrere mögliche Ursachen. Ein wichtiger Faktor sei der vergleichsweise niedrige Preis im Verhältnis zum Nährwert. Dazu erklärt er: „Eier stellen eine kostengünstige Quelle für hochwertiges Eiweiß dar.“ Auch Ernährungstrends könnten eine Rolle spielen. Ernährungsweisen wie vegetarische Kost oder sogenannte Low-Carb-Diäten setzen häufig auf Eier als Proteinlieferant, was die Nachfrage zusätzlich erhöhen könnte.
Angespannter Markt vor Ostern
Trotz der stabilen Nachfrage beschreibt Goos die aktuelle Situation auf dem Markt als herausfordernd. Besonders mit Blick auf das bevorstehende Ostern könnte das Angebot knapper ausfallen. Grund zur Sorge bestehe jedoch nicht, denn die Versorgung der Bevölkerung sei weiterhin gewährleistet.
Deutschland ist auf Importe angewiesen
Um den Bedarf zu decken, reicht die heimische Produktion nicht aus. Mehr als ein Viertel der in Deutschland konsumierten Eier stammt aus dem Ausland. Zuletzt wurde der Import jedoch schwieriger. Gründe dafür sind unter anderem rückläufige Bestände an Legehennen in den Niederlanden sowie Auswirkungen der Vogelgrippe in Ländern wie Polen, so das BZL.

