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Energydrinks: Immer mehr Kinder und Jugendliche greifen regelmäßig zu

vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit

Energydrinks gehören für immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland zum Alltag. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Befragungsdaten. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Besonders deutlich ist der Anstieg beim regelmäßigen Konsum: Der Anteil der Jugendlichen, die mindestens einmal im Monat zu solchen Getränken greifen, ist in den vergangenen Jahren gestiegen.


Koffein und Zucker als mögliche Belastung


Bei Energydrinks handelt es sich um meist stark gesüßte Getränke, denen unter anderem Koffein, Taurin und Glucuronolacton zugesetzt werden. Auch in sozialen Medien werden die Produkte von Influencer beworben; teilweise bringen diese eigene Energydrink-Marken auf den Markt.


„Energydrinks enthalten hohe Koffein- und Zuckerkonzentrationen, die in großen Mengen schädlich für unser Herz-Kreislauf-System sind“, erklärte Felix Oberhoffer vom Klinikum der Universität München (LMU). „Ein regelmäßiger und hoher Konsum kann langfristig die Entstehung von Bluthochdruck, Übergewicht und Zuckerstoffwechselstörungen befördern.“


Unterschiede zwischen den Altersgruppen


Bereits 46 Prozent der Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren gaben an, schon einmal Energydrinks getrunken zu haben. Bei den 13- bis 15-Jährigen lag dieser Anteil bei 72 Prozent. Auch beim regelmäßigen Konsum zeigen sich Unterschiede. Unter den jüngeren Kindern tranken zuletzt 13 Prozent mindestens einmal im Monat ein entsprechendes Getränk. Zu Beginn des Untersuchungszeitraums, im Schuljahr 2020/21, lag der Anteil noch bei knapp 10 Prozent.


Bei den Jugendlichen fiel die Veränderung stärker aus: Hier erhöhte sich der monatliche Anteil von 25 auf 33 Prozent. Beim wöchentlichen Konsum blieb der Wert bei den Kindern mit rund 6 Prozent weitgehend stabil. Bei den Jugendlichen nahm er dagegen zu: Zuletzt konsumierten 19 Prozent mindestens einmal pro Woche Energydrinks, während es 2020/21 noch knapp 16 Prozent waren. Der tägliche Konsum veränderte sich dagegen nur wenig. Rund 2 Prozent der Kinder und etwa 6 Prozent der Jugendlichen tranken die Produkte täglich.


Grundlage sind Daten von mehr als 107.000 Schülerinnen und Schülern


Für die Untersuchung wurden Ergebnisse des „Präventionsradars“ herangezogen. Die Erhebung wird jährlich von der Forschungseinrichtung IFT-Nord in Kiel durchgeführt. Berücksichtigt wurden die Schuljahre von 2020/21 bis 2025/26. Insgesamt flossen Angaben von mehr als 107.000 Schülerinnen und Schülern unter 16 Jahren aus 15 Bundesländern in die Auswertung ein.


Die Forschenden weisen allerdings auf Einschränkungen der Daten hin: Bei Befragungen besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass Teilnehmende ihr Verhalten aufgrund sozial erwünschter Antworten anders angeben. Zudem wurde nicht erfasst, wie viel Koffein die einzelnen Kinder und Jugendlichen tatsächlich zu sich nahmen.

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