WG-Zimmer: Große Preisunterschiede zwischen deutschen Hochschulstädten
Studierende müssen im kommenden Wintersemester bundesweit durchschnittlich etwa 510 Euro im Monat für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft einplanen. Damit liegen die Kosten rund ein Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Wie stark die finanzielle Belastung ausfällt, hängt allerdings maßgeblich vom Studienort ab. Eine aktuelle Auswertung des Moses Mendelssohn Instituts zeigt, dass sich die Mietpreise zwischen den Hochschulstädten seit Jahren zunehmend unterscheiden.
Große Preisunterschiede zwischen den Städten
Am oberen Ende der Preisskala steht München. Wer dort ein WG-Zimmer sucht, zahlt im Durchschnitt 850 Euro Warmmiete. In Berlin und Hamburg werden jeweils rund 650 Euro fällig, während Köln mit 640 Euro nur knapp darunter liegt.
Deutlich weniger müssen Studierende in einigen ostdeutschen Hochschulstädten ausgeben. In Jena und Trier kostet ein WG-Zimmer durchschnittlich 370 Euro. Magdeburg und Halle folgen mit jeweils 350 Euro. Den niedrigsten Wert der untersuchten Städte weist Chemnitz mit 305 Euro auf.
Was in der Warmmiete enthalten ist
Bei den genannten Beträgen handelt es sich um Warmmieten. Darin sind in vielen Fällen bereits zusätzliche Ausgaben berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem Strom und Internet. Auch die Möblierung sowie die technische Ausstattung der gemeinsam genutzten Räume sind häufig Teil des Mietpreises.
Grundlage sind mehr als 10.000 Angebote
Für die Untersuchung wurden insgesamt 10.542 Inserate der Plattform WG-Gesucht.de analysiert. In die Auswertung flossen ausschließlich bestehende Wohngemeinschaften mit zwei oder drei Bewohnern ein.
Voraussetzung war außerdem, dass das angebotene Zimmer ohne zeitliche Befristung vermietet werden sollte. Angebote für einen Wohnungstausch wurden nicht berücksichtigt.

