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Höflichkeit im Wandel: Wie sich die Sprache der Generationen unterscheidet

vor 11 Minuten
1 Min. Lesezeit

Was als höflich empfunden wird, hängt offenbar auch vom Alter ab. Während ältere Generationen großen Wert auf traditionelle Höflichkeitsformen legen, drücken sich jüngere Menschen häufig auf andere Weise freundlich aus. Statt das bekannte Zauberwort "bitte" zu verwenden, greifen sie beispielsweise auf Begriffe wie "vielleicht" oder "eventuell" zurück. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Wissenschaftliche Untersuchung zeigt deutliche Unterschiede


Wie stark sich die Ausdrucksweisen unterscheiden, verdeutlicht eine gemeinsame Studie der Freien Universität Berlin und der Universität Bielefeld. Den Ergebnissen zufolge verwenden Menschen im Alter von 30 Jahren bei lediglich einem Viertel ihrer Bitten das Wort "bitte". Bei 70-Jährigen kommt dieser Ausdruck hingegen fast doppelt so oft vor.


Die Untersuchung erstreckte sich über den Zeitraum von September 2023 bis März 2025. In mehreren Befragungsphasen beteiligten sich insgesamt 3.218 Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für die genauere Auswertung des altersabhängigen Sprachgebrauchs wurden die Angaben von 851 Personen herangezogen. Diese hatten zusammen 2.498 Aufforderungen formuliert.


Freundlichkeit braucht nicht immer ein Zauberwort


Die Wissenschaftler betonen, dass die Ergebnisse keineswegs bedeuten, dass die jüngere Generation weniger respektvoll kommuniziert. Vielmehr verändert sich die Art, wie Menschen Rücksichtnahme und Freundlichkeit sprachlich ausdrücken.


So können bestimmte Wörter eine Aufforderung abschwächen und dadurch angenehmer wirken lassen. Die Frage "Kannst du mir das vielleicht erklären?" gilt beispielsweise ebenfalls als höflich, obwohl das klassische "bitte" darin nicht vorkommt.

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