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Vorlesen im Aufwind: Immer mehr Eltern lesen ihren Kindern regelmäßig vor

vor 1 Stunde
1 Min. Lesezeit

Das gemeinsame Lesen gewinnt in deutschen Familien offenbar wieder an Bedeutung. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Laut dem Vorlesemonitor 2026 gehört das Vorlesen für rund 77 Prozent der befragten Eltern mindestens mehrmals pro Woche zum Alltag. Bei der Erhebung im Jahr 2024 lag der Anteil noch bei etwa 68 Prozent. 2022 waren es lediglich rund 61 Prozent gewesen. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Familien mit Kindern im Alter von einem, zwei und acht Jahren.


Frühe Förderung stärkt wichtige Fähigkeiten


Die Ergebnisse bewertet Timm Albers, Professor am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Paderborn, positiv. Er betont die Bedeutung der ersten Lebensjahre, denn diese seien „besonders prägend und legt viele Grundlagen für die Sprache, Persönlichkeit und das spätere Lesenlernen“.


Albers war an der Auswertung der Untersuchung beteiligt. Seiner Einschätzung nach setzt sich damit eine erfreuliche Entwicklung fort, die bereits 2022 begonnen hatte. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Familien ab, in denen überhaupt nicht vorgelesen wird: Während dies 2022 noch auf 20 Prozent der Eltern zutraf, beträgt der Anteil inzwischen nur noch zwölf Prozent.


Langjährige Untersuchung mit neuerem Befragungsrhythmus


Hinter dem Vorlesemonitor stehen drei Partner: die Stiftung Lesen, die Wochenzeitung „Die Zeit“ und die Deutsche Bahn Stiftung. Die Studie wird bereits seit 2007 durchgeführt. Während die Daten anfangs jährlich erhoben wurden, erscheint die Untersuchung seit 2024 nur noch alle zwei Jahre.


Für die aktuelle Ausgabe wurden insgesamt 914 Eltern im Rahmen einer repräsentativen Befragung interviewt. Die Ergebnisse geben Einblick in die Vorlesegewohnheiten deutscher Familien und deren Entwicklung über mehrere Jahre.

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