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Untersuchungen zeigen: Lebenserwartung in Deutschland steigt – doch nicht überall gleichermaßen

vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit

Die Menschen in Deutschland können im Durchschnitt mit einem längeren Leben rechnen. Das geht aus aktuellen Untersuchungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) mit Sitz in Wiesbaden hervor. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Demnach hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung im Jahr 2025 erneut erhöht. Allerdings profitieren nicht alle Bevölkerungsgruppen und Regionen gleichermaßen von dieser Entwicklung.


Rauchverhalten beeinflusst die Lebenserwartung


Eine mögliche Erklärung für die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sehen Forschende im früheren und heutigen Zigarettenkonsum. Besonders die zeitlich versetzten Entwicklungen beim Rauchen könnten sich auf die Sterblichkeit auswirken.


„Unter Männern war starkes Rauchen im 20. Jahrhundert sehr viel weiter verbreitet als unter Frauen“, erklärte Pavel Grigoriev, Leiter der Forschungsgruppe Mortalität am BiB.


Während der Anteil rauchender Männer bereits seit mehreren Jahrzehnten zurückgeht, verbreitete sich das Rauchen unter Frauen erst ab den 1970er-Jahren stärker. Die gesundheitlichen Spätfolgen dieser Entwicklung könnten sich deshalb bei Frauen weiterhin bemerkbar machen und ihre Lebenserwartung negativ beeinflussen.


Thüringen verzeichnet stärksten Rückgang bei Frauen


Ein Blick auf die einzelnen Bundesländer verdeutlicht, wie unterschiedlich sich die Lebenserwartung entwickelt. Bei Männern zeigt sich 2025 bundesweit ein positiver Trend: In sämtlichen Ländern liegt die durchschnittlich zu erwartende Lebensdauer über dem Wert des Vorjahres.


Anders stellt sich die Situation bei Frauen dar. In mehreren Bundesländern ist ihre Lebenserwartung gegenüber 2024 gesunken. Besonders deutlich fällt die Entwicklung in Thüringen aus. Dort beträgt der Rückgang ein halbes Jahr.


Auch in anderen Regionen wurden negative Veränderungen festgestellt:

  • Brandenburg: Rückgang um 0,2 Jahre

  • Bremen: Rückgang um 0,1 Jahre

  • Schleswig-Holstein: Rückgang um 0,1 Jahre


Folgen der Corona-Pandemie noch nicht überall überwunden


Der Vergleich mit dem Jahr 2019, also der Zeit vor Beginn der Corona-Pandemie, zeigt weitere Unterschiede. Bei Männern hat die Lebenserwartung inzwischen in allen 16 Bundesländern das damalige Niveau überschritten. Für Frauen gilt das hingegen nicht flächendeckend. In insgesamt sieben Bundesländern liegen die Werte weiterhin unter denen von 2019. Betroffen sind Brandenburg, Thüringen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Bremen und das Saarland.

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