Erdbeben in Venezuela: EU weitet Hilfen aus – Zahl der Todesopfer steigt auf 4.829
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Rund dreieinhalb Wochen nach den schweren Erdbeben in Venezuela hat sich das Ausmaß der Katastrophe weiter konkretisiert. Nach Angaben von Jorge Rodríguez, dem Präsidenten der venezolanischen Nationalversammlung, wurden inzwischen 4.829 Todesopfer registriert. Die Zahl der Verletzten liegt weiterhin bei 16.740, während 17.907 Menschen nach wie vor ohne feste Unterkunft sind. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Europäische Union erhöht ihre Unterstützung
Die Europäische Union reagiert mit zusätzlichen Finanzhilfen auf die anhaltende Notlage. Insgesamt werden 20 Millionen Euro bereitgestellt. Davon sind zehn Millionen Euro für humanitäre Hilfe vorgesehen. Die übrigen zehn Millionen Euro sollen insbesondere Such- und Rettungskräfte, medizinische Einsatzteams sowie die Bereitstellung dringend benötigter Sachgüter unterstützen.
Besuch der EU-Krisenkommissarin
Zur Unterstützung der internationalen Hilfsmaßnahmen hält sich derzeit auch die EU-Kommissarin für Vorbereitung und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, in Venezuela auf. Nach Angaben der Europäischen Kommission sind Gespräche mit lokalen Behörden sowie verschiedenen Hilfsorganisationen in der Hauptstadt Caracas geplant.
Frühere Hilfsmaßnahmen
Bereits Ende Juni hatte die Europäische Union eine Soforthilfe in Höhe von fünf Millionen Euro für Venezuela bewilligt. Darüber hinaus waren schon zu Jahresbeginn mehr als 50 Millionen Euro zugesagt worden, um die humanitären Auswirkungen der langjährigen sozioökonomischen Krise im Land abzufedern. Venezuela befindet sich seit mehreren Jahren in einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise, deren Folgen die Bevölkerung erheblich belasten.

