Facharzttermine: Warum gesetzlich Versicherte immer länger warten müssen
- Redaktion Mittagsmagazin

- vor 1 Tag
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Wer gesetzlich versichert ist, braucht in Deutschland zunehmend Geduld, bis ein Termin bei einer Fachärztin oder einem Facharzt zustande kommt. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass sich die Wartezeiten in den vergangenen Jahren spürbar verlängert haben. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Ergebnisse aus Versichertenbefragungen
Nach Daten aus einer Befragung von GKV-Versicherten betrug die durchschnittliche Wartezeit im Jahr 2024 rund 42 Tage. Diese Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Fünf Jahre zuvor lag der Mittelwert noch deutlich niedriger, nämlich bei etwa 33 Tagen.
Einfluss kurzfristiger Termine
Werden auch Facharzttermine berücksichtigt, die direkt am Tag des Hausarztbesuchs stattfanden, fällt der Durchschnitt etwas geringer aus. In diesem Fall ergibt sich eine mittlere Wartezeit von etwa 36 Tagen. Grundlage dieser Berechnungen sind ebenfalls Selbstauskünfte gesetzlich Versicherter.
Mehr Vermittlungen über Hausarztpraxen
Parallel zu den längeren Wartezeiten hat sich die Zahl der vermittelten Facharzttermine stark erhöht. Allein im Jahr 2023 organisierten Hausärztinnen und Hausärzte rund 2,54 Millionen entsprechende Termine. Zum Vergleich: In den Jahren 2020 bis 2022 bewegte sich diese Zahl noch in einer Spanne von etwa 476.000 bis 583.000.
Gesetzliche Änderungen als Treiber
Der starke Zuwachs bei den Terminvermittlungen ist vor allem auf Reformen im Terminservice- und Versorgungsgesetz zurückzuführen. Ziel dieser Anpassungen war es, den Zugang zu fachärztlicher Versorgung zu erleichtern, Wartezeiten zu reduzieren und die Rolle der Hausarztpraxen sowie der Terminservicestelle unter der Nummer 116 117 zu stärken.



