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Fahrplanwechsel bei der Bahn: Neue Preise, gestrichene Familienreservierung und mehr Verbindungen

Mit dem aktuellen Fahrplanwechsel bringt die Deutsche Bahn einige wesentliche Veränderungen mit sich, die sowohl Preise als auch das Streckennetz betreffen. Reisende müssen sich auf neue Konditionen und erweiterte Verbindungen einstellen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Wegfall der Familienreservierung und Kritik daran


Eine bedeutende Änderung betrifft die Reservierungsmöglichkeiten für Familien: Die bislang angebotene Familienreservierung entfällt ab sofort vollständig. Stattdessen wird für jedes mitreisende Kind eine separate Reservierungsgebühr fällig. Diese Maßnahme hat bereits viel Kritik von Fahrgästen ausgelöst.


Vergünstigungen für junge Bahnfahrer und Frühbucher


Junge Reisende profitieren von reduzierten Preisen bei der My BahnCard 50 in der zweiten Klasse, die nun bis Mitte Dezember für 49,99 Euro erhältlich ist – deutlich günstiger als der bisherige Preis von knapp 80 Euro. Diese Karte richtet sich an alle unter 27 Jahren.


Darüber hinaus gibt es für Fernverkehrspendler bis Ende Juni 2025 einen Nachlass von 25 Prozent auf persönliche Monatskarten ohne langfristiges Abonnement. Frühbucher, die ihre Flexpreis-Tickets mindestens vier Wochen vor der Abfahrt erwerben, erhalten bis Ende Juli einen Rabatt von 20 Prozent gegenüber dem Kauf am Reisetag.


Auch für Kurzstreckenfahrten etwa bis 100 Kilometer werden neue günstigere Preise eingeführt, beginnend bei 6,99 Euro.


Ziel der Rabattaktionen: Bessere Auslastung im Fernverkehr


Diese Preisoffensive ist Teil der Strategie der Deutschen Bahn, die Auslastung ihrer Fernverkehrszüge zu steigern. Während der ersten vier Monate des Jahres lag die durchschnittliche Belegung der ICE- und IC-Züge lediglich bei rund 44 Prozent.


Erweiterte Zugverbindungen – Mehr Komfort am Wochenende und international


Auch das Streckennetz wird ausgeweitet: Am Wochenende besteht jetzt eine direkte IC-Verbindung von Berlin zur europäischen Kulturhauptstadt des Jahres, Chemnitz. Außerdem fährt samstags ein zusätzlicher ICE von Berlin nach Rostock, der bis nach Binz auf Rügen weitergeführt wird.


International werden die Verbindungen ebenfalls ausgebaut: Von Hamburg aus gibt es vermehrt Züge nach Kopenhagen, von München aus zusätzliche Verbindungen nach Bologna. Der ICE zwischen Frankfurt und Brüssel verkehrt abends häufiger, und ein weiterer Nacht-EC-Zug verbindet Berlin mit Prag.

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