FDP-Parteitag: Wolfgang Kubicki übernimmt Parteivorsitz
- 31. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Auf dem Bundesparteitag der FDP setzte sich Wolfgang Kubicki bei der Wahl zum neuen Parteivorsitzenden durch. Der 74-Jährige erhielt die Mehrheit der Delegiertenstimmen und verwies seine Mitbewerberin Marie-Agnes Strack-Zimmermann auf den zweiten Platz. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Insgesamt votierten 390 Delegierte für Kubicki, während Strack-Zimmermann 259 Stimmen auf sich vereinen konnte.
Nach seiner Wahl kündigte der neue Parteichef an, sich mit voller Kraft für die kommenden Landtagswahlen in Ostdeutschland einzusetzen. Ziel sei es, dort erfolgreiche Ergebnisse für die Liberalen zu erzielen.
Überraschende Kandidatur von Strack-Zimmermann
Lange Zeit galt Kubicki als einziger Bewerber für den Vorsitz. Kurz vor dem Parteitag trat jedoch Marie-Agnes Strack-Zimmermann überraschend als Gegenkandidatin an. Sie begründete diesen Schritt mit dem Wunsch nach einer inhaltlichen und personellen Erneuerung der Partei. Aus ihrer Sicht könne sie diesen Neuanfang glaubwürdiger vertreten als Kubicki.
Zudem äußerte sie deutliche Vorbehalte gegenüber dessen Überlegungen zur sogenannten „Brandmauer“ gegenüber der AfD. Ursprünglich hatte Strack-Zimmermann auf eine Kandidatur von Henning Höne gehofft. Der nordrhein-westfälische FDP-Landesvorsitzende entschied sich jedoch letztlich gegen eine Bewerbung und zog seine Ambitionen zurück.
Unterstützung für die Bewerbung
Um offiziell zur Wahl antreten zu können, sammelte Strack-Zimmermann die notwendige Unterstützung innerhalb der Delegiertenversammlung. Mit den schriftlichen Zusagen von 33 Delegierten erreichte sie das in der Parteisatzung vorgeschriebene Quorum für eine spontane Kandidatur während des Parteitags.
Reaktion des neuen Parteivorsitzenden
Kubicki zeigte sich nach Bekanntwerden der Gegenkandidatur positiv und begrüßte den Wettbewerb um den Parteivorsitz. In seiner Bewerbungsrede bedankte er sich ausdrücklich bei seiner Mitbewerberin und erklärte: „Meine Danksagung geht an Marie-Agnes Strack-Zimmermann, weil ich froh darüber bin, dass die beiden alten Schlachtrösser jetzt ins Geschirr gehen“.

