top of page

Festnahme nach Flucht: Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich in Tschechien gefasst

  • vor 14 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich ist nach einer monatelangen Fahndung im Ausland aufgegriffen worden. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Wie die Staatsanwaltschaft Halle mitteilte, erfolgte die Festnahme durch tschechische Einsatzkräfte in Schönbach bei Asch – auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls. Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ darüber berichtet. Nach Angaben der Behörden versuchte Liebich zunächst, sich der Festnahme zu entziehen, konnte jedoch schnell überwältigt werden.


Verurteilung und Flucht vor Haftantritt


Bereits im Juli 2023 war Liebich – damals noch unter dem Namen Sven Liebich – vom Amtsgericht Halle (Saale) zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden. Grundlage waren unter anderem Straftaten wegen Volksverhetzung.


Den Haftantritt hätte sie spätestens Ende August 2025 antreten müssen, erschien jedoch nicht im zuständigen Frauengefängnis in Chemnitz. In der Folge wurde bundesweit nach ihr gefahndet. Über soziale Netzwerke ließ sie verlauten, sich ins Ausland abgesetzt zu haben.


Änderung des Geschlechtseintrags und öffentliche Debatte


Im Zuge rechtlicher Änderungen hatte Liebich ihren Geschlechtseintrag von männlich auf weiblich ändern lassen und führt seither den Vornamen Marla Svenja.


Der Fall sorgte für eine breitere Diskussion rund um das neue Selbstbestimmungsgesetz. Insbesondere die Frage, ob und unter welchen Umständen eine Unterbringung in einem Frauengefängnis erfolgen sollte, wurde öffentlich kontrovers diskutiert. Bürgerrechts- und Transgenderorganisationen äußerten dabei den Verdacht, dass es sich um eine gezielte Provokation aus dem rechtsextremen Spektrum handeln könnte.

bottom of page