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Mietarmut steigt: Fast jeder vierte Mieter in Deutschland von Armut bedroht

  • 9. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

In Deutschland leben immer mehr Menschen in der Gefahr, armutsbedingt Schwierigkeiten bei der Mietzahlung zu bekommen. Für 2025 liegt der Anteil der betroffenen Mieterinnen und Mieter bei 23,6 Prozent, was bedeutet, dass fast jede vierte Person, die zur Miete wohnt, betroffen ist. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Dies zeigt die aktuelle europäische Untersuchung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC). Zum Vergleich: 2024 betrug der Wert noch 22,4 Prozent, 2023 waren es 20,4 Prozent. Den bislang höchsten Stand seit 2018 verzeichnete man mit 24,6 Prozent.


Warnung vor steigender Mietbelastung


„Die Miete wird immer mehr zum Armutsrisiko“, kommentierte BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht in einem Gespräch mit AFP. Sie bezeichnete die steigende Quote als „Armutszeugnis für die Wohnungspolitik der letzten Jahre“.


Wagenknecht sprach sich für einen Mietendeckel auf nationaler Ebene aus. In besonders angespannten Regionen, wo normale Einkommen keinen angemessenen Wohnraum mehr sichern, sollten die Mieten für die kommenden fünf Jahre eingefroren werden. Darüber hinaus müssten größere Teile des Wohnungsmarktes gemeinnützig reguliert werden, und der Wohnungsbau sollte durch zinsgünstige Kredite stärker gefördert werden.


Deutschland im europäischen Vergleich


Im Vergleich zu anderen EU-Ländern bewegt sich Deutschland weiterhin im mittleren Bereich. Die höchste Armutsquote unter Mietern weist derzeit Norwegen mit 36,7 Prozent auf, die niedrigste Polen mit 16,9 Prozent. Allerdings sind nicht alle EU-Mitgliedsstaaten aktuell in die Auswertung einbezogen.

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