Straße von Hormus: Trump erhöht Druck auf NATO und fordert militärische Zusagen
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Nach einem Gespräch im Weißen Haus berichtete NATO-Generalsekretär Rutte, dass Donald Trump konkrete militärische Zusagen zur Absicherung der Straße von Hormus erwarte. Dabei gehe es insbesondere um eine stärkere Einbindung des Bündnisses in sicherheitspolitische Maßnahmen in der Region. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Kritik auf Social Media
Im Anschluss machte Trump seinem Ärger öffentlich Luft. Auf der Plattform Truth Social schrieb er: „Die NATO war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen.“ In einem weiteren Beitrag am Donnerstag kritisierte er die Bündnispartner erneut und unterstellte ihnen, nur unter Druck zu reagieren. Details zu seinen Vorwürfen nannte er jedoch nicht.
Deutschland signalisiert Bereitschaft
Für den Fall eines Friedensabkommens mit dem Iran stellte Bundeskanzler Merz eine Beteiligung Deutschlands an der Sicherung der wichtigen Meerenge in Aussicht: „Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen, einen Frieden zu stabilisieren, wenn er denn gelingt.“
Internationale Initiative für Verhandlungen
Nach Angaben von Merz habe er bereits am frühen Mittwoch sowohl die USA als auch den Iran dazu aufgefordert, eine Friedenschance aktiv zu nutzen. Eine nahezu identische Erklärung sei anschließend von Regierungschefs aus Europa und Kanada unterzeichnet worden. Inzwischen hätten sich etwa 20 weitere Staaten angeschlossen. Zudem habe er Trump in einem Telefonat dazu ermutigt, ernsthafte Verhandlungen aufzunehmen.
Appell gegen Spaltung des Bündnisses
Auf einer Pressekonferenz betonte Merz außerdem die Bedeutung der Geschlossenheit innerhalb der NATO: „Bei allem Verständnis für Forderungen nach klarer Kante, lassen Sie mich das hier an dieser Stelle auch einmal sagen: Wir wollen, ich will keine Spaltung der NATO." Er unterstrich die Rolle des Bündnisses als sicherheitspolitische Grundlage Europas und mahnte zu Besonnenheit: „Die NATO ist ein Garant unserer Sicherheit, auch und vor allem in Europa. Wir müssen hier weiter kühlen Kopf bewahren.“


