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Fragebögen auf dem Weg: Alle 18-Jährigen werden auf Eignung und Motivation für den neuen Wehrdienst überprüft

  • 15. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit

Die Bundeswehr beginnt mit der praktischen Umsetzung des neuen Wehrdienstmodells. Nach Angaben einer Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa wurden die ersten Schreiben inklusive Fragebogen auf den Postweg gebracht. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Wer bekommt Post?


Angeschrieben werden alle jungen Erwachsenen, die die Volljährigkeit erreichen. Wer in diesem Jahr bereits Geburtstag hatte, wird zeitversetzt berücksichtigt. Ziel des ersten Kontakts ist es, ein Bild von persönlicher Eignung und Bereitschaft für einen möglichen Dienst bei der Bundeswehr zu erhalten.


Für Männer ist das Ausfüllen verpflichtend, da das Grundgesetz eine Wehrpflicht ausschließlich für sie vorsieht. Frauen können freiwillig teilnehmen. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Generalinspekteur Carsten Breuer hatten diesen Schritt zu Jahresbeginn in einem Tagesbefehl angekündigt: „700.000 Frauen und Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 erhalten in diesen Tagen einen Fragebogen.“


Inhalte des Fragebogens


Abgefragt werden unterschiedliche persönliche und praktische Angaben, darunter unter anderem:


  • höchster Schul- oder Bildungsabschluss

  • Besitz eines Führerscheins

  • Fremdsprachenkenntnisse

  • Angaben zu Körpergröße und Gewicht

  • eigene Einschätzung der körperlichen Fitness

  • anerkannte Schwerbehinderung (falls vorhanden)

  • Interesse am Dienst als Soldat:in (Skala von 0 bis 10)

  • mögliche Dauer eines Einsatzes

  • bevorzugte Tätigkeits- oder Einsatzbereiche


So läuft das Verfahren ab


Die versandten Briefe enthalten einen QR-Code, der direkt zum Online-Fragebogen führt. Zusätzlich liegen Informationsmaterialien sowie rechtliche Hinweise bei. Die Beantwortung erfolgt ausschließlich digital. Nach Auswertung der Rückmeldungen sollen in den kommenden Monaten die ersten Freiwilligen ihren Dienst antreten.


Hintergrund: Warum jetzt?


Die rechtliche Grundlage für den neuen Wehrdienst gilt seit dem 1. Januar. Mit der Reform reagiert Deutschland auf die sicherheitspolitische Lage in Europa, insbesondere auf die Bedrohung durch Russland und die daraus resultierenden neuen Zielvorgaben innerhalb der NATO.

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