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Führerschein-Reform: Neue Regeln sollen Ausbildung einfacher und günstiger machen

  • 20. Mai
  • 1 Min. Lesezeit

Die Bundesregierung plant Änderungen bei der Fahrausbildung, mit dem Ziel, den Erwerb des Führerscheins kostengünstiger und flexibler zu gestalten. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Ein aktueller Gesetzentwurf sieht vor, bisherige starre Vorgaben für Fahrschulen zu lockern. Gleichzeitig sollen Fahrschüler:innen künftig Preise leichter vergleichen können, da Erfolgsquoten aller Fahrschulen online einsehbar gemacht werden sollen.


Mehr Flexibilität in Ausbildung und Prüfung


Auch bei den praktischen Fahrstunden sind Anpassungen vorgesehen: Die bislang festgelegte Anzahl an Sonderfahrten – etwa auf Landstraßen, Autobahnen oder bei Dunkelheit – soll entfallen. Diese Inhalte müssen zwar weiterhin Bestandteil der Ausbildung bleiben, die konkrete Verteilung könnte jedoch flexibler gestaltet werden.


Darüber hinaus ist geplant, die Dauer der praktischen Führerscheinprüfung auf die in der EU vorgeschriebene Mindestzeit von 25 Minuten zu reduzieren. Die theoretische Ausbildung soll künftig vollständig digital möglich sein, beispielsweise über Apps. Zusätzlich ist vorgesehen, den Fragenkatalog zu verkleinern.


Unterschiedliche Reaktionen auf die Reform


Der ADAC bewertet die geplanten Änderungen grundsätzlich positiv. Nach Einschätzung des Verkehrsclubs könnte die Reform sogar zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Zusätzliche Übungsfahrten mit erfahrener Begleitung könnten laut einer Sprecherin der „Rheinischen Post“ dabei helfen, mehr Fahrpraxis unter realen Bedingungen zu sammeln.


Kritischer äußert sich dagegen die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände. Dort wird darauf hingewiesen, dass viele Fahrschüler bereits heute geringere Kosten für den Führerschein hätten, als häufig angenommen werde.


Warnung vor verändertem Ausbildungsziel


Auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat sieht die Reform skeptisch. Er warnt vor einem grundlegenden Richtungswechsel, da im Gesetzentwurf die Vorbereitung auf die Führerscheinprüfung als Ziel noch vor der sicheren und verantwortungsvollen Teilnahme am Straßenverkehr genannt werde.

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