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Gasversorgung: Bundesnetzagentur sieht trotz niedriger Speicherstände keinen Engpass im Winter

Obwohl die deutschen Gasspeicher derzeit ungewöhnlich geringe Füllstände aufweisen, sieht die Bundesnetzagentur für den laufenden Winter kein Versorgungsproblem. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Speicherstände seien zwar weiterhin relevant, ließen aber keine direkten Rückschlüsse auf eine drohende Knappheit zu. „Die Gasspeicher-Füllstände sind weiter wichtig, aber kein Indiz für eine Gasmangellage“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, der „Rheinischen Post“ am Donnerstag.


Breite Importwege und entspannte Marktsignale


Nach Einschätzung der Behörde ist Deutschland bei der Gasbeschaffung breit aufgestellt. Neben klassischen Pipeline-Lieferungen stehen inzwischen auch zusätzliche Kapazitäten durch LNG-Terminals zur Verfügung. „Gasmengen können über Pipelines sowie über die neuen LNG-Terminals importiert werden“, sagte Müller. Auch der Blick auf den Markt gebe Entwarnung: „Auch die Preise an den Großhandelsmärkten lassen keine Knappheiten erkennen, auch wenn sie zuletzt gestiegen sind.“


Versorgung stabil – sparsamer Umgang bleibt sinnvoll


Insgesamt bewertet die Bundesnetzagentur die aktuelle Lage als robust. Die Gefahr einer angespannten Situation sei nach derzeitigem Stand gering. „Wir schätzen die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein“, sagte Müller. Zugleich appellierte er an die Verbraucherinnen und Verbraucher, weiterhin bewusst mit Energie umzugehen: „Trotzdem ist es immer richtig, mit Gas achtsam umzugehen, um das eigene Budget zu schonen“.


Blick nach vorn: Vorbereitung auf den nächsten Winter


Trotz der positiven Einschätzung für diesen Winter mahnt der Behördenpräsident zur Vorsorge. Schon jetzt müsse der Fokus auf die kommende Heizperiode gerichtet werden, da die Speicher voraussichtlich mit niedrigen Beständen aus dem Winter gehen. „Richtig ist auch, jetzt schon den Winter 2026/27 in den Blick zu nehmen, da Deutschland mit niedrigen Füllständen aus diesem Winter gehen wird“, sagte Müller.

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