Geburten auf Rekordtief: Warum in Deutschland immer weniger Kinder geboren werden
- vor 20 Stunden
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Im Jahr 2025 kamen in Deutschland so wenige Kinder zur Welt wie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Nach vorläufigen Angaben wurden rund 654.300 Neugeborene registriert, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Ursachen für den Rückgang
Fachleute führen die Entwicklung auf zwei zentrale Faktoren zurück. Zum einen gibt es aktuell weniger Frauen im gebärfähigen Alter, da die vergleichsweise kleinen Jahrgänge der 1990er-Jahre inzwischen in die Phase kommen, in der viele Menschen Familien gründen. Zum anderen ist seit 2022 ein Rückgang der sogenannten Geburtenziffer zu beobachten – also der durchschnittlichen Kinderzahl pro Frau.
Bevölkerungszahl leicht gesunken
Bereits zu Beginn des Jahres hatte die Behörde eine erste Einschätzung zur Gesamtbevölkerung veröffentlicht. Demnach lebten Ende 2025 etwa 83,5 Millionen Menschen in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Minus von ungefähr 100.000 Personen.
Weniger Zuwanderung verstärkt Effekt
Der Bevölkerungsrückgang ist nicht allein darauf zurückzuführen, dass mehr Menschen sterben als geboren werden. Hinzu kommt, dass die Nettozuwanderung zurückgegangen ist. Dadurch kann Migration den Geburtenrückgang nicht mehr ausgleichen.
Entwicklung setzt sich fort
Der Trend sinkender Geburtenzahlen besteht bereits seit einiger Zeit. Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg im Jahr 2021 mit etwa 795.000 Geburten gingen die Zahlen in den darauffolgenden Jahren erneut stetig zurück.


