Gedenkort verwüstet: Ahornbaum im Berliner Tiergarten erneut Ziel von Vandalismus
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Erneut ist ein Erinnerungsort im Berliner Tiergarten Ziel von Vandalismus geworden. Ein Ahornbaum, der an den Anschlag auf den Christopher Street Day vom 25. Juli 2026 erinnern soll, wurde von Unbekannten aus der Erde gerissen. Dabei wurde auch das Schutzgitter beschädigt, zudem lagen Teile des Wurzelwerks frei. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Nach Angaben der Polizei wurden außerdem am Gedenkort aufgestellte Kerzen sowie Bilder zerstört. Eine Streife stellte die Schäden in der Nacht zum Sonntag fest. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Vorwurf lautet auf gemeinschaftliche Sachbeschädigung.
Regenbogenbank bereits zuvor zerstört
Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach einer weiteren Beschädigung an derselben Stelle. Erst vor knapp einer Woche war dort eine Regenbogenbank zerstört worden. Die Überreste wurden inzwischen entfernt; eine Reparatur ist vorgesehen.
Aufgestellt worden war die Bank am 6. August. Sie sollte Menschen einen Ort für stille Anteilnahme bieten und zugleich ein Zeichen der Solidarität mit der queeren Community setzen.
Erinnerung an den Anschlag
Der Gedenkort steht im Zusammenhang mit dem Angriff vom 25. Juli. Damals fuhr ein 21-Jähriger mit einem Auto in eine Menschenmenge und griff anschließend Passanten mit einer Stichwaffe an.
Eine Frau kam dabei ums Leben, weitere 31 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Die Ermittlungsbehörden gehen von einem islamistischen Motiv aus. Einen Tag nach dem Anschlag wurde der Tatverdächtige während eines Polizeieinsatzes erschossen.

