Glatteis-Chaos: Kliniken und Praxen kämpfen mit den Folgen der Unfallserie
- Redaktion Mittagsmagazin

- 13. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Rutschige Straßen und vereiste Gehwege haben in vielen Regionen Deutschlands zu einer Häufung von Unfällen geführt. Die Folgen waren in den vergangenen Tagen besonders deutlich in den Notaufnahmen zu spüren, wo das Personal unter hohem Druck gearbeitet hat. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
„Eis und Schnee haben uns in den vergangenen Tagen auch in den Notaufnahmen extrem belastet“, sagte Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der „Rheinischen Post“.
Viele Stürze, unterschiedliche Unfallarten
Ein Großteil der Verletzten kam nach Stürzen im öffentlichen Raum in die Kliniken. Häufig handelte es sich um leichtere Blessuren oder Knochenbrüche, doch auch schwere Verkehrsunfälle aufgrund glatter Fahrbahnen wurden registriert. „Wir haben eine große Zahl an Fußgängerunfällen gesehen – überwiegend mit kleineren Verletzungen und Brüchen, aber auch mit schweren Verkehrsunfällen durch glatte Straßen.“
Regional zeigen sich dabei Unterschiede: Während sich die Situation im Westen Deutschlands inzwischen weitgehend beruhigt hat, bleibt die Wetterlage im Osten und Südosten weiterhin kritisch.
Arztpraxen noch stabil – Nachbehandlungen erwartet
In den niedergelassenen Praxen war die Lage bislang weniger angespannt. Viele Verletzungen konnten direkt vor Ort versorgt werden, nur ein Teil der Betroffenen musste weiter in Krankenhäuser überwiesen werden. „Vieles konnte direkt in unseren Praxen behandelt werden, in einigen Fällen mussten die Patientinnen und Patienten in die Kliniken überwiesen werden“, sagte Markus Beier, Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands. Allerdings rechnen die Hausärztinnen und Hausärzte in den nächsten Tagen mit einem Anstieg von Patient:innen, die nach Stürzen zur weiteren Behandlung oder Kontrolle erscheinen werden.

