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Große Sorgen: Das beschäftigt die Menschen in Deutschland

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

Seit mehr als drei Jahrzehnten untersucht die R+V-Versicherung, welche Themen den Menschen in Deutschland besonders große Sorgen bereiten. Die aktuelle Ausgabe der repräsentativen Studie zeigt: Vor allem die wirtschaftliche Entwicklung sorgt für Verunsicherung. Auch politische Themen spielen eine wichtige Rolle. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Besonders deutlich wird die finanzielle Belastung im Alltag. „Das ist unmittelbar spürbar, dass schlicht das Geld nicht für den gesamten Monat reicht, und insofern haben die Menschen hier zu kämpfen“, erklärt Politikwissenschaftlerin Prof. Isabelle Borucki von der Philipps-Universität Marburg.


Die zehn größten Sorgen im Überblick


  1. Steigende Lebenshaltungskosten – 59 Prozent

  2. Steuererhöhungen und Leistungskürzungen – 53 Prozent

  3. Überforderung des Staates durch Geflüchtete – 52 Prozent

  4. Schlechtere Wirtschaftslage – 51 Prozent

  5. Unbezahlbares Wohnen in Deutschland – 50 Prozent

  6. Überforderung der Politikerinnen und Politiker – 48 Prozent

  7. Spannungen durch Zuzug aus dem Ausland – 47 Prozent

  8. Gefährlichere Welt durch Trumps Politik – 45 Prozent

  9. Politischer Extremismus – 41 Prozent

  10. Wachsende Macht autoritärer Herrscher weltweit – 41 Prozent


Hohe Belastung durch steigende Kosten


An der Spitze der Sorgenliste stehen damit Themen, die unmittelbar mit dem eigenen Geldbeutel verbunden sind. Fast sechs von zehn Befragten nennen die steigenden Lebenshaltungskosten als eine ihrer größten Befürchtungen.


Auch die Debatte über notwendige politische Reformen hinterlässt Spuren. Angesichts der erwarteten Veränderungen rechnen viele Menschen offenbar mit finanziellen Belastungen und sehen Steuererhöhungen sowie mögliche Kürzungen staatlicher Leistungen kritisch.


Geflüchtete bleiben ein Thema


Auf dem dritten Rang liegt die Sorge, der Staat könnte durch die Aufnahme von Geflüchteten überfordert werden. Das ist bemerkenswert, weil die Zahl der Zuwanderer nach Deutschland zuletzt zurückgegangen ist. Das Thema bleibt dennoch für einen erheblichen Teil der Bevölkerung mit Unsicherheit verbunden.


Klimawandel rückt in den Hintergrund


Andere Themen, die in den vergangenen Jahren stärker im Mittelpunkt standen, verlieren dagegen an Bedeutung. Dazu gehören insbesondere die Folgen des Klimawandels und die Angst vor Naturkatastrophen.


Das gilt auch angesichts eines erneut heißen Sommers, dessen Folgen unter anderem für Gesundheit, Landwirtschaft und Wirtschaft spürbar waren. Die entsprechenden Sorgen sind in der aktuellen Befragung dennoch deutlich zurückgegangen.

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