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Handwerk unter Druck: Hunderttausende Fachkräfte fehlen und kleine Betriebe kämpfen ums Überleben

  • 4. März
  • 1 Min. Lesezeit

Dem deutschen Handwerk fehlen weiterhin zehntausende qualifizierte Arbeitskräfte. Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) waren Ende Dezember bei der Bundesagentur für Arbeit 119.565 offene Stellen registriert. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Da jedoch nicht alle Betriebe ihre Vakanzen offiziell melden, geht der Verband von einem deutlich höheren Bedarf aus: Rund 200.000 zusätzliche Fachkräfte werden bundesweit benötigt. Damit liegt die Schätzung etwas unter dem Vorjahreswert.


Rückgang der Beschäftigung – trotz Personalmangels


Paradoxerweise könnte die Zahl der Beschäftigten im laufenden Jahr um etwa 60.000 Personen sinken. Der Hauptgrund dafür ist demografischer Natur: Viele erfahrene Handwerkerinnen und Handwerker erreichen das Rentenalter und scheiden aus dem Berufsleben aus.


Hinzu kommt, dass zahlreiche Betriebsinhaberinnen und -inhaber ihre Unternehmen aufgeben – entweder aus Altersgründen oder weil die Motivation fehlt, unter den aktuellen Rahmenbedingungen weiterzumachen.


Nachwuchsgewinnung als Dauerbrenner


Die Suche nach jungen Talenten bleibt eines der dominierenden Themen auf Branchenveranstaltungen wie der Handwerksmesse. Ausbildungsplätze zu besetzen und das Handwerk für die nächste Generation attraktiv zu machen, gilt als zentrale Zukunftsaufgabe.


Kleine Betriebe besonders unter Druck


Vor allem sehr kleine Unternehmen geraten zunehmend in Bedrängnis. Nach Einschätzung des ZDH betrifft dies insbesondere Betriebe mit bis zu vier Beschäftigten. Immer mehr Inhaberinnen und Inhaber finden keine geeignete Nachfolge und entscheiden sich zur Aufgabe. Erschwerend kommen wirtschaftliche Faktoren hinzu: steigende Bürokratiebelastung, hohe Steuer- und Sozialabgaben sowie wachsende Energiekosten machen es vielen schwer, profitabel zu arbeiten.

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