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Hausaufgaben und Lernen zu Hause: Wie Eltern richtig unterstützen – und wann besser die Finger lassen

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Die Frage, ob gemeinsames Lernen oder das Unterstützen bei Hausaufgaben Kindern wirklich nützt, beschäftigt viele Familien. Eine aktuelle Untersuchung liefert Antworten darauf, welche elterlichen Strategien förderlich sind – und welche eher kontraproduktiv.


Mehr dazu heute in #MOMMYTIME.


Nicht nur Ergebnisse aus PISA-Studien zeigen: Der schulische Erfolg hängt stark von der familiären Umgebung ab. Tatsächlich können elterliche Unterstützung und häusliche Strukturen größeren Einfluss haben als die Größe von Klassenräumen oder Investitionen in das Bildungssystem. Das bedeutet: Eltern können aktiv den Lernerfolg ihrer Kinder fördern – oder unbeabsichtigt hemmen.


Die Analyse der TU München, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Kultusministerkonferenz, wertete insgesamt 1.700 Studien aus und gilt als bisher größte Forschungsarbeit zu diesem Thema.


Vorsicht bei der Hausaufgabenhilfe


Viele Eltern setzen sich regelmäßig mit ihren Kindern an den Schreibtisch, um beim Lernen zu helfen. Doch die Ergebnisse zeigen, dass dieses Vorgehen nicht immer förderlich ist. „Hilfe bei den Hausaufgaben kann sich sogar negativ auswirken, wenn sie sich darauf beschränkt, die Kinder und Jugendlichen zu kontrollieren.“


Kinder profitieren mehr, wenn sie eigene Lösungswege ausprobieren dürfen und selbstständig arbeiten. Eltern sollten dabei lediglich klare Rahmenbedingungen festlegen – zum Beispiel wann und wo die Aufgaben erledigt werden. Ebenso wichtig ist eine ruhige, lernfreundliche Umgebung.


Motivation durch positive Erwartungen


Mehr noch als die reine Leistung zählt, wie Kinder ihre eigenen Fähigkeiten einschätzen. Eltern können diese Selbstwirksamkeit stärken, indem sie mit ihren Kindern über mögliche Schulabschlüsse, Berufswege und Lernstrategien sprechen. Lob und Kritik sollten differenziert auf konkrete Schularbeiten bezogen werden. „Damit können sie positiv darauf einwirken, was sich die Kinder in den einzelnen Fächern selbst zutrauen, und inwieweit sie sich in der Schule engagieren.“ Dieser Effekt wird stärker, je älter die Kinder werden.


Engagement in der Schule wirkt unterstützend


Auch die aktive Teilnahme der Eltern am Schulleben kann sich positiv auswirken. Studien zeigen, dass Schüler:innen tendenziell bessere Leistungen zeigen, wenn ihre Eltern im Elternbeirat aktiv sind oder Schulveranstaltungen wie Theateraufführungen besuchen.Die Studie zeige allerdings hier nur Zusammenhänge und keine Kausalität, so die Forscher:innen. Es ist also möglich, dass vor allem Eltern engagierter sind, deren Kinder ohnehin motiviert und leistungsstark sind.

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