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Haushaltslücke wächst: Bundesregierung steht vor Rekorddefizit von über 172 Milliarden Euro

Nach Informationen aus Regierungskreisen beträgt die Deckungslücke im Bundeshaushalt für die Jahre 2027 bis 2029 insgesamt rund 172,1 Milliarden Euro. Diese Zahlen liegen auch dem ARD-Hauptstadtstudio vor. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Auslöser: Geplante Verbesserungen bei der Mütterrente


Einer der Hauptgründe für den höheren Finanzbedarf ist die geplante Erweiterung der Mütterrente. Laut Koalitionsvertrag von Union und SPD sollen Eltern von Kindern, die vor 1992 geboren wurden, künftig einen längeren Zeitraum für Kindererziehungszeiten angerechnet bekommen – statt wie bisher zweieinhalb Jahre sollen es künftig drei Jahre sein.


Frühere Schätzung deutlich niedriger


Noch im Juni hatte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei der Präsentation des Haushaltsentwurfs 2025 von einem Fehlbetrag von 144 Milliarden Euro gesprochen. Damit fällt die nun bekannte Lücke rund 28 Milliarden Euro größer aus als bisher angenommen.


Politischer Handlungsdruck wächst


Im Finanzministerium ist von einem dringenden „Handlungsbedarf“ die Rede. Zwar seien Korrekturen im Finanzplan üblich, doch werde die Situation intern als besonders herausfordernd eingestuft. Regierungskreise sprechen bereits von einer der zentralen finanzpolitischen Aufgaben der kommenden Jahre.

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