Hebammenvertrag: Anpassungen sollen Versorgung und Arbeitsbedingungen spürbar verbessern
- vor 2 Tagen
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Der seit November gültige Hebammenhilfevertrag wird ab April in einer flexibleren Form angewendet. Nach anhaltender Kritik aus der Geburtshilfe einigten sich die beteiligten Vertragspartner auf entsprechende Anpassungen, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen mitteilte. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
„Viele Wünsche und Bedürfnisse der Hebammen wurden dabei mit aufgenommen“, erklärte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Stefanie Stoff-Ahnis. Den Angaben zufolge kommen die Änderungen sowohl freiberuflichen Hebammen als auch werdenden Müttern und ihren Familien zugute.
Geburtshilfe weiterhin unter Druck
Die Situation in der Geburtshilfe bleibt angespannt. Seit Jahren weisen Fachverbände darauf hin, dass es insbesondere in ländlichen Regionen zu Versorgungsengpässen kommen könnte, falls sich die Arbeitsbedingungen für Hebammen nicht dauerhaft verbessern.
Eine erneute Überarbeitung des Hebammenhilfevertrags könnte erst zum Jahreswechsel 2028 im Rahmen weiterer Verhandlungen erfolgen.
Deutlich weniger Kliniken mit Geburtsstationen
Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen einen klaren Trend: Die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungsstationen ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gesunken. Während es 1991 noch 1.186 solcher Kliniken gab, waren es im Jahr 2024 nur noch 578 – ein Rückgang um 51,3 Prozent.
Parallel dazu ging auch die Zahl der Geburten zurück. Im Jahr 2024 wurden 18,4 Prozent weniger Kinder geboren als noch 1991.


