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Kindergeld ohne Antrag: Automatische Auszahlung soll Familien ab 2027 deutlich entlasten

  • vor 24 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Künftig sollen Eltern das Kindergeld direkt nach der Geburt ihres Kindes erhalten, ohne selbst einen Antrag stellen zu müssen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Bundeskabinett am Mittwoch verabschiedet. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Ziel ist es, Familien spürbar zu entlasten und bürokratische Abläufe zu vereinfachen. Das von der SPD geführte Bundesfinanzministerium bezeichnete die Maßnahme als "eine große Entlastung für Familien in der Zeit nach der Geburt, ein wichtiger Baustein für Bürokratieabbau und ein weiterer Schritt hin zu einem modernen Staat".


Politischer Hintergrund und Zielsetzung


Die automatische Auszahlung ist bereits im Koalitionsvertrag festgelegt und geht auf eine Empfehlung der Kommission zur Reform des Sozialstaats zurück. Mit der geplanten Neuregelung wird zudem das sogenannte Once-Only-Prinzip umgesetzt. Dieses besagt, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Daten nur ein einziges Mal bei Behörden angeben müssen. Vorgesehen ist, dass die Regelung ab dem 1. Januar 2027 gilt.


Stufenweise Einführung im Jahr 2027


Die Umsetzung erfolgt schrittweise im Laufe des Jahres 2027. Zunächst, voraussichtlich ab März, soll die automatische Zahlung für Neugeborene starten, wenn die Eltern bereits ein weiteres Kind haben. In einem zweiten Schritt, der derzeit für November 2027 geplant ist, wird die Regelung dann auch auf Familien mit ihrem ersten Kind ausgeweitet.


Voraussetzungen für den Anspruch


Damit das Kindergeld ohne Antrag ausgezahlt werden kann, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Mindestens ein Elternteil muss gemeinsam mit dem Kind in Deutschland leben, und es muss eine Bankverbindung vorliegen. Außerdem ist erforderlich, dass mindestens ein Elternteil in Deutschland erwerbstätig ist.


Weniger Bürokratie für Familien


Nach Einschätzung des Bundesfinanzministeriums wird durch die Neuerung eine erhebliche Zahl an Anträgen überflüssig. Jährlich könnten rund 300.000 Erstanträge entfallen, was sowohl Familien als auch Behörden entlastet.

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