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Herzgesundheit: Was die Forschung über Kaffee verrät

  • vor 41 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Kaffee beschäftigt die Wissenschaft bereits seit über einem Jahrhundert. Dabei hat sich die Einschätzung seiner gesundheitlichen Wirkung immer wieder verändert. Zwischen Warnungen vor möglichen Schäden und Hinweisen auf positive Effekte gibt es inzwischen eine deutlich differenziertere Sicht. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Die American Heart Association (AHA) hat die bisherige Forschung nun mit besonderem Blick auf das Herz-Kreislauf-System neu eingeordnet.


Moderate Mengen gelten als unproblematisch


Für gesunde Erwachsene spricht demnach vieles dafür, dass ein mäßiger Koffeinkonsum von bis zu 400 Milligramm am Tag unbedenklich ist. Gleichzeitig wird diese Menge mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.


Als grobe Orientierung nennt die AHA drei bis fünf Tassen schwarzen Filterkaffees mit jeweils etwa 240 Millilitern. Wie viel Koffein tatsächlich aufgenommen wird, hängt jedoch stark von der Zubereitung und der Portionsgröße ab.


Koffeingehalt variiert je nach Kaffee


Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geht beispielsweise von rund 90 Milligramm Koffein in 200 Millilitern Filterkaffee aus. Ein Espresso mit etwa 60 Millilitern enthält demnach ungefähr 80 Milligramm.


Auch andere Untersuchungen weisen in eine ähnliche Richtung. Eine Analyse britischer Gesundheitsdaten von 2023, in die knapp 450.000 Menschen einbezogen wurden, kam ebenfalls zu vergleichbaren Ergebnissen. Die EFSA betrachtet für gesunde Erwachsene eine tägliche Aufnahme von bis zu 400 Milligramm Koffein als sichere Größenordnung.


Besondere Vorsicht in der Schwangerschaft


Für Schwangere liegt die empfohlene Obergrenze deutlich niedriger. Die EFSA empfiehlt in diesem Fall maximal 200 Milligramm Koffein pro Tag. Bei bestehenden Erkrankungen sollte die allgemeine Empfehlung dagegen nicht pauschal übertragen werden. Auch Medikamente und die persönliche Empfindlichkeit gegenüber Koffein können eine Rolle spielen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die individuell verträgliche Menge ärztlich abklären zu lassen.

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