Jahresrückblick: Diese Promis sind 2025 verstorben
- Redaktion Mittagsmagazin

- 29. Dez. 2025
- 21 Min. Lesezeit
Ob Musiklegenden, Schauspielstars oder einflussreiche Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft – ihr Verlust hinterlässt spürbare Lücken weit über die Welt der Unterhaltung hinaus. In unserem Jahresrückblick blicken wir auf die Menschen zurück, die uns 2025 verlassen haben, und würdigen ihr Leben und ihr bleibendes Werk.
Januar
7. Januar: Jean-Marie Le Pen (✝︎ 96 Jahre)
Jean-Marie Le Pen wuchs in einem einfachen bretonischen Haushalt auf; sein Vater war Fischer, seine Mutter Näherin. Nach dem Studium von Jura und Politikwissenschaft trat er in die französische Fremdenlegion ein. 1972 gründete er die rechtsgerichtete Partei Front National, die er über Jahrzehnte führte. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Partei zu einem zentralen Akteur der französischen Politik am rechten Rand. 2011 übergab er die Parteiführung an seine Tochter Marine Le Pen. Immer wieder sorgte er für Kontroversen, insbesondere wegen Verharmlosungen der NS-Zeit und hasserfüllter Äußerungen. Trotz seiner umstrittenen Haltung hatte er großen Einfluss auf die politische Landschaft Frankreichs.
9. Januar: Rudolf Dreßler (✝︎ 84 Jahre)
Rudolf Dreßler begann seine Karriere als Schriftsetzer und engagierte sich früh in der Gewerkschaft. Später trat er der SPD bei, um aktiv für soziale Gerechtigkeit einzutreten. Über zwei Jahrzehnte war er Mitglied des Bundestags und diente 13 Jahre als SPD-Fraktionschef. Er scheute sich nicht, auch innerhalb der eigenen Partei kritisch zu hinterfragen. Nachdem sein Traum, Arbeitsminister zu werden, nicht in Erfüllung ging, schied er 2000 aus der Politik aus. Anschließend vertrat er Deutschland fünf Jahre lang als Botschafter in Israel. Selbst im hohen Alter blieb er politisch aktiv, unter anderem mit Petitionen zu aktuellen Krisenthemen.
13. Januar: Oliviero Toscani (✝︎ 82 Jahre)
Oliviero Toscani prägte die Werbewelt mit provokanten Fotografien für Benetton. Seine Bilder waren häufig schockierend: von Liebesküssen zwischen Nonne und Priester bis zu kranken und verletzten Menschen. Seine Arbeit löste sowohl Lob als auch heftige Kritik aus. 2007 zeigte er die an Magersucht leidende Isabelle Caro in einer Kampagne, die weltweit Aufmerksamkeit erregte. Toscani scheute nicht davor zurück, gesellschaftliche Tabus visuell zu hinterfragen. Auch nach dem Tod Caros blieb er ein kontroverser Künstler, der Provokation als Stilmittel nutzte. Seine Werke gelten als Meilensteine der modernen Werbefotografie.
16. Januar: David Lynch (✝︎ 78 Jahre)
David Lynch wurde als Regisseur weltbekannt, mit Werken wie „Twin Peaks“, „Mulholland Drive“ und „Blue Velvet“. Seine Filme zeichnen sich durch surreale Bildsprache und unheimliche Atmosphäre aus. Lynch erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter die Goldene Palme von Cannes und einen Ehren-Oscar. Neben dem Film widmete er sich der Malerei, Fotografie, Musik und Bildhauerei. Er galt als eigenwilliger Visionär, der künstlerische Grenzen immer wieder neu auslotete. Sein Werk beeinflusste Generationen von Filmemachern und Künstlern weltweit.
Vor oder am 28. Januar: Horst Janson (✝︎ 89 Jahre)
Horst Janson begann seine Karriere auf Theaterbühnen und erhielt 1959 seine erste Filmrolle in „Die Buddenbrooks“. Bekannt wurde er durch die „Immenhof“-Filme der 1970er Jahre. Von 1980 bis 1985 war er in der „Sesamstraße“ als Horst zu sehen. Neben Film und Fernsehen trat er auch in Theaterproduktionen auf, unter anderem in „Der Bastian“ und „Salto Mortale“. 1970 wirkte er in der britisch-amerikanischen Produktion „Zwei Kerle aus Granit“ mit. Zum 85. Geburtstag veröffentlichte er seine Biografie, in der er Einblicke in sein bewegtes Künstlerleben gab. Seine vielseitige Karriere machte ihn zu einer bekannten Figur der deutschen Unterhaltungslandschaft.
30. Januar: Marianne Faithfull (✝︎ 78 Jahre)
Marianne Faithfull war eine der prägenden Sängerinnen der 1960er Jahre in Großbritannien. Berühmt wurde sie unter anderem durch ihre Beziehung zu Mick Jagger, der für sie Songs schrieb. Ihr Leben war stark von Drogenabhängigkeit geprägt; nach einer Überdosis lag sie mehrere Tage im Koma. 1979 gelang ihr mit dem Album „Broken English“ ein beeindruckendes Comeback. In den 1980er Jahren besiegte sie ihre Sucht endgültig. Sie arbeitete später mit Künstlern wie Beck und PJ Harvey zusammen und spielte 2007 in „Irina Palm“ die Hauptrolle. Faithfull blieb eine charismatische und kreative Persönlichkeit in Musik und Film.
31. Januar: Eva Wenzel-Bürger (✝︎ 92 Jahre)
Eva Wenzel-Bürger war eine bedeutende Kinderbuchillustratorin aus Berlin. Sie absolvierte eine Ausbildung als Grafikerin und machte sich ab den 1960er Jahren einen Namen. Für die Pixi-Buch-Reihe erfand sie 1982 den Waldwichtel Pixi und zehn Jahre später die Figur Conni. Über dreißig Bücher dieser Reihen illustrierte sie selbst. Daneben entstanden weitere Bilderbücher wie „Das muss auch anders gehen“. Ihre Arbeiten prägten Generationen von Kindern und begeisterten durch liebevolle Detailarbeit. Wenzel-Bürger hinterließ ein umfangreiches, einflussreiches Werk in der Kinderliteratur.
Februar
1. Februar: Horst Köhler (✝︎ 81 Jahre)
Horst Köhler führte Deutschland von 2004 bis 2010 als Bundespräsident. Er legte großen Wert auf internationale Zusammenarbeit und besonders die Beziehungen zu Afrika. Geboren 1943 im besetzten Polen, floh er mit seiner Familie zunächst nach Leipzig und später in die BRD. In Tübingen absolvierte er ein Studium der Volkswirtschaftslehre und promovierte. Seine berufliche Laufbahn begann 1976 im Bundeswirtschaftsministerium, später war er Staatssekretär im Finanzministerium. Von 2000 bis zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten leitete er den Internationalen Währungsfonds in Washington. Köhler galt als sachlicher, aber engagierter Politiker, der sich für globale Verantwortung einsetzte.
15. Februar: Gerhart Baum (✝︎ 92 Jahre)
Gerhart Baum prägte als FDP-Politiker die sozial-liberale Regierung unter Helmut Schmidt. Zwischen 1978 und 1982 leitete er das Innenministerium. Nach seiner politischen Karriere widmete er sich dem Einsatz für Menschenrechte und gründete den Dresden-Preis für internationalen Frieden mit. Als Rechtsanwalt kämpfte er nach 2000 mehrfach vor dem Bundesverfassungsgericht, unter anderem gegen Überwachungsgesetze. Geboren 1932 in Dresden, erlebte er die Luftangriffe auf die Stadt 1945 als Kind. Baum blieb ein engagierter Verteidiger von Bürgerrechten und Rechtsstaatlichkeit bis ins hohe Alter.
18. Februar: Gene Hackman (✝︎ 95 Jahre)
Gene Hackman wurde 1930 in Kalifornien geboren und entwickelte sich zu einem der markantesten US-Schauspieler seiner Generation. Ab den 1960er-Jahren spielte er in rund 80 Filmen mit. Sein Durchbruch gelang ihm 1971 als Drogenfahnder in „French Connection“. Für diesen Film sowie für „Erbarmungslos“ erhielt er jeweils einen Oscar. Hackman gewann zudem viermal den Golden Globe. Ende Februar 2025 wurde er gemeinsam mit seiner Frau tot in Santa Fe aufgefunden, die Todesursache war offenbar auf den 18. Februar datiert.
24. Februar: Roberta Flack (✝︎ 88 Jahre)
Roberta Flack begeisterte in den 1970er-Jahren als Sängerin und Pianistin. Mit Liedern wie „Killing Me Softly“ und „The First Time Ever I Saw Your Face“ erreichte sie weltweiten Erfolg. Mehrfach wurde sie mit dem Grammy ausgezeichnet. Ihre Karriere endete 2022, als sie aufgrund einer ALS-Erkrankung nicht mehr singen konnte. Flacks Stimme und musikalisches Talent machten sie zu einer Ikone des Soul und Jazz. Sie blieb stets eine einflussreiche Persönlichkeit in der Musikszene, die Generationen inspirierte.
März
9. März: Hans Peter Korff (✝︎ 82 Jahre)
Hans Peter Korff war ein vielbeschäftigter Schauspieler des deutschen Films und Fernsehens. Ab den 1960er-Jahren wirkte er in über 160 Produktionen mit. Berühmt wurde er als „Onkel Heini“ in „Neues aus Uhlenbusch“ und als Siegfried Drombusch in „Diese Drombuschs“. Auch in Loriots Film „Pappa ante portas“ hinterließ er Eindruck. Noch 2023 war er als Sprecher bei „Die drei ???“ aktiv. Korff war bekannt für seine Vielseitigkeit und sein Engagement über Jahrzehnte hinweg.
12. März: Karin Lesch (✝︎ 89 Jahre)
Karin Lesch spielte die Königin in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Bereits zuvor war sie als Müllerstochter im DEFA-Film „Das Zaubermännchen“ zu sehen. Sie trat außerdem in „Die Toten bleiben jung“ und „Die rote Kapelle“ auf. Lesch wirkte an renommierten Theatern wie dem Staatstheater Dresden und dem Hans Otto Theater Potsdam. Sie entstammte einer Schauspielerfamilie; ihre Mutter Mathilde Danegger emigrierte 1933 in die Schweiz. Lesch prägte die Film- und Theaterlandschaft der DDR nachhaltig.
17. März: AnNa R. (✝︎ 55 Jahre)
AnNa R., geboren als Andrea Rosenbaum, wurde als Teil des Duos Rosenstolz bekannt. Nach der Trennung gründete sie 2013 die Band Gleis 8 und trat später bei Silly auf. Sie wirkte auch als Gast in Projekten anderer Künstler mit. 1969 in Berlin-Friedrichshain geboren, änderte sie nach der Hochzeit 2002 ihren Nachnamen zu Neuenhofen. AnNa R. war Sängerin, Texterin und Inspiration für Fans über Jahrzehnte. Ihr Künstlername wurde ab 1992 verwendet.
21. März: George Foreman (✝︎ 76 Jahre)
George Foreman war eine Ikone des Boxsports. 1968 gewann er olympisches Gold und wurde 1973 Profi-Schwergewichts-Weltmeister. 1974 unterlag er Muhammad Ali im legendären „Rumble in the Jungle“. Nach einer Pause feierte er in den 1980er-Jahren ein erfolgreiches Comeback und gewann 1994 erneut den Weltmeistertitel. Ein geplanter Rückkampf fand nicht statt, wodurch er den Titel 1995 verlor. Foreman blieb eine prägende Persönlichkeit im Boxsport, auch über seine Karriere hinaus.
22. März: Rolf Schimpf (✝︎ 100 Jahre)
Rolf Schimpf spielte von 1986 bis 2007 als Hauptkommissar Leo Kress in „Der Alte“. Niemand verkörperte die Rolle länger. Er war ein Ermittler ohne Actionallüren, dafür mit trockenem Humor. Vor dieser Rolle war er in Nebenparts zu sehen, u.a. in der „Schwarzwaldklinik“ oder „Aktenzeichen XY“. Schimpf ging 2007 im Alter von 83 Jahren in Pension. Sein Schauspielstil war subtil, aber unverwechselbar.
29. März: Richard Chamberlain (✝︎ 90 Jahre)
Richard Chamberlain feierte weltweiten Ruhm mit Serien wie „Die Dornenvögel“ und „Shogun“. Seine Rolle als Pater Ralph erreichte über 200 Millionen Zuschauer weltweit. Chamberlain wurde 1934 in Los Angeles geboren, studierte Kunst und diente in der US-Armee. Später machte er seine Homosexualität öffentlich. Er wirkte in 54 Film- und Fernsehproduktionen mit. Chamberlain starb an den Folgen eines Schlaganfalls auf Hawaii.
April
1. April: Val Kilmer (✝︎ 65 Jahre)
Val Kilmer wurde vor allem durch „Top Gun“ und „Batman Forever“ bekannt. Er studierte Schauspiel an der Juilliard School und spielte auch am Broadway. Trotz früher Erfolge konnte er ab 2000 kaum an sie anknüpfen. 2016 wurde Kehlkopfkrebs bei ihm diagnostiziert. Kilmer starb an einer Lungenentzündung. Er hinterlässt ein vielfältiges filmisches Erbe.
21. April: Papst Franziskus (✝︎ 88 Jahre)
Papst Franziskus leitete die katholische Kirche seit 2013. Er reformierte die Kurie und setzte sich für Arme, Flüchtlinge und Andersgläubige ein. Der erste Südamerikaner auf dem Papstthron wählte den Namen Franziskus nach dem Heiligen von Assisi. Geboren 1936 in Buenos Aires, genoss er auch außerhalb der Kirche hohes Ansehen. Franziskus setzte auf soziale Gerechtigkeit und Dialog.
27. April: Urte Blankenstein (✝︎ 81 Jahre)
Urte Blankenstein wurde als „Frau Puppendoktor Pille“ bei „Unser Sandmännchen“ bekannt. Zwischen 1968 und 1988 wirkte sie in rund 1.500 Folgen mit. Sie war vor allem für ihre runde schwarze Brille erkennbar. Blankenstein prägte die Kinderserie über zwei Jahrzehnte. Ihr Charakter wurde ein fester Bestandteil der Sendung.
Mai
9. Mai: Margot Friedländer (✝︎ 103 Jahre)
Margot Friedländer überlebte den Holocaust und berichtete als Zeitzeugin von den Gräueltaten der Nazis. Geboren 1921 in Berlin, verlor sie fast ihre ganze Familie. Sie konnte zunächst untertauchen, bevor sie nach Theresienstadt gebracht wurde. Später wanderte sie mit ihrem Mann in die USA aus. Friedländer engagierte sich für Demokratie und gegen Rassismus.
9. Mai: Nadja Abd el Farrag (✝︎ 60 Jahre)
Nadja Abd el Farrag, bekannt als Naddel, moderierte Sendungen wie „Peep“ und wirkte in Reality-TV-Formaten mit. Sie hatte eine langjährige Beziehung zu Dieter Bohlen. Naddel war ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Sie hinterließ ein Bild als temperamentvolle TV-Persönlichkeit.
Juni
8. Juni: Carlo von Tiedemann (✝︎ 81 Jahre)
Carlo von Tiedemann prägte als Moderator die deutschen Radios und Fernseher seit den 1970er-Jahren. Berühmt wurde er durch „Die aktuelle Schaubude“ und viele Hörfunkprogramme. Von Tiedemann war bekannt für seinen Humor und seinen Redefluss. In den 80ern geriet er zeitweise in negative Schlagzeilen. Bis 2023 war er weiterhin aktiv, unter anderem mit Podcasts.
9. Juni: Frederick Forsyth (✝︎ 86 Jahre)
Frederick Forsyth, britischer Thrillerautor, wurde durch „Der Schakal“ weltbekannt. Seine Werke wurden in über 25 Sprachen übersetzt. Forsyth war zuvor Pilot, Journalist und für den Geheimdienst MI6 tätig. Er sprach mehrere Sprachen fließend und veröffentlichte 2015 seine Autobiografie. Seine Romane verkauften sich weltweit millionenfach.
11. Juni: Brian Wilson (✝︎ 82 Jahre)
Brian Wilson, Kopf der Beach Boys, komponierte über 200 Songs zwischen 1962 und 1966. Bekannt wurden Hits wie „Good Vibrations“ und „Surfin' USA“. Drogenprobleme führten zu psychischen Krisen, sodass er sich zurückziehen musste. Mit 60 Jahren vollendete er sein lang erwartetes Album „Smile“. Wilson gilt als „Mozart der Popmusik“ und prägte das Genre maßgeblich.
26. Juni: Lalo Schifrin (✝︎ 93 Jahre)
Lalo Schifrin komponierte legendäre Filmmusik, darunter „Mission: Impossible“ und „Bullitt“. Geboren in Buenos Aires, wuchs er in einer musikalischen Familie auf und verband Klassik mit Jazz. Schifrin schrieb zahlreiche Soundtracks, unter anderem für „Dirty Harry“ und „Starsky & Hutch“. 2018 wurde er für sein Lebenswerk mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet.
Juli
2. Juli: Julian McMahon (✝︎ 56 Jahre)
Julian McMahon, australischer Schauspieler, wurde durch „Nip/Tuck“ bekannt. Dort spielte er den charismatischen Christian Troy. Für diese Rolle wurde er für einen Golden Globe nominiert. McMahon starb in Florida an den Folgen einer Krebserkrankung. Sein Markenzeichen war sein Talent, sowohl Dramatik als auch Charme auf die Leinwand zu bringen.
3. Juli: Diogo Jota (✝︎ 28 Jahre)
Diogo Jota war ein portugiesischer Profifußballer und Star des FC Liverpool. Er spielte 49 Länderspiele und erzielte 14 Tore. Mit Liverpool gewann er 2024/25 die englische Meisterschaft und 2022 den FA-Cup. Mit Portugal siegte er in der Nations League. Zwei Wochen nach seiner Hochzeit starb Jota bei einem Verkehrsunfall in Spanien, hinterließ seine Frau und drei Kinder.
3. Juli: Anita Kupsch (✝︎ 85 Jahre)
Anita Kupsch wurde vor allem durch „Praxis Bülowbogen“ bekannt. Sie spielte dort in den 80ern und 90ern die Arzthelferin Gabi Köhler. Die gebürtige Berlinerin begann ihre Karriere in den 60er-Jahren. Sie wirkte in fast 100 Film- und Fernsehproduktionen mit und trat auch am Theater auf. Zuletzt lebte sie in einer Pflegeeinrichtung in Berlin.
03. Juli: Michael Madsen (✝︎ 67 Jahre)
Michael Madsen zählte zu den markantesten Charakterdarstellern Hollywoods. Berühmt wurde er durch seine intensiven Rollen in Filmen von Quentin Tarantino, darunter Klassiker wie „Reservoir Dogs“ und „Kill Bill“. Daneben spielte er in einer Vielzahl anderer Produktionen wie „Thelma & Louise“ und „Sin City“. Madsen war für seine raue Stimme und seine imposante Präsenz bekannt. Abseits der Schauspielerei widmete er sich der Lyrik und veröffentlichte mehrere Gedichtbände. Über Jahrzehnte prägte er die amerikanische Filmlandschaft mit seinen vielseitigen Rollen. Seine Arbeit hinterließ einen bleibenden Eindruck bei Fans und Kollegen.
16. Juli: Connie Francis (✝︎ 87 Jahre)
Connie Francis war die Stimme der 1960er-Jahre, die mit unzähligen Schlagerhits das Publikum begeisterte. Songs wie „Schöner fremder Mann“ machten sie zu einem internationalen Star. Die US-Sängerin nahm Lieder in mehr als zehn Sprachen auf und verhalf so ihrem Publikum weltweit zu unvergesslichen Ohrwürmern. Ihr Spitzname „Queenie“ spiegelte ihre charmante Bühnenpräsenz wider. Francis trat über Jahrzehnte auf und prägte die Pop- und Schlagerszene nachhaltig. Auch nach den großen Erfolgen blieb sie aktiv und begeisterte neue Generationen von Fans.
17. Juli: Felix Baumgartner (✝︎ 56 Jahre)
Felix Baumgartner wurde durch waghalsige Stunts und spektakuläre Sprünge weltweit bekannt. Sein berühmtester Moment war 2012 der Sprung aus 39 Kilometern Höhe, bei dem er die Schallgeschwindigkeit durchbrach. Baumgartner stellte zudem Rekorde im Ballonflug und Fallschirmspringen auf. Seine Extremsport-Karriere zeichnete sich durch Mut und Präzision aus. Tragischerweise kam er beim Fliegen eines motorisierten Gleitschirms in Italien ums Leben. Untersuchungen führten menschliches Versagen als Ursache an. Baumgartner inspirierte Generationen durch seinen unerschrockenen Einsatz.
17. Juli: Alan Bergman (✝︎ 99 Jahre)
Alan Bergman war ein legendärer US-Liedtexter, der zahlreiche Filmmelodien mitprägte. Gemeinsam mit seiner Frau Marilyn gewann er dreimal einen Oscar für Songs wie „The Windmills of Your Mind“. Ihre Kompositionen wurden zu Hits, unter anderem für Barbra Streisand. Neben Oscars erhielten sie auch Grammys, Golden Globes und Emmys. Bergman verstand es, Gefühle in Worte zu fassen, die Millionen berührten. Über Jahrzehnte prägte er die Filmmusikwelt. Seine Texte blieben unvergessen, ebenso wie die enge Zusammenarbeit mit seiner Frau.
20. Juli: Malcolm-Jamal Warner (✝︎ 54 Jahre)
Malcolm-Jamal Warner wurde als Theo Huxtable in „The Cosby Show“ bekannt, eine Rolle, die ihn international berühmt machte. Schon als Teenager erhielt er für diese Leistung eine Emmy-Nominierung. Später spielte er in Serien wie „Atlanta Medical“ und „Suits“ mit. Neben der Schauspielerei arbeitete er auch als Regisseur, Produzent und Musiker. Warner hinterlässt seine Frau und Tochter, die er stets als Mittelpunkt seines Lebens betrachtete. Seine Karriere zeigte ein beeindruckendes Spektrum von Familienunterhaltung bis hin zu ernsteren Rollen.
22. Juli: Ozzy Osbourne (✝︎ 76 Jahre)
Ozzy Osbourne erlangte Ruhm als Frontmann von Black Sabbath, einer Band, die das Genre Heavy Metal prägte. Mit Songs wie „Paranoid“ und „Iron Man“ setzte er Maßstäbe. Später startete er eine Solokarriere, die von Skandalen und exzentrischem Auftreten begleitet wurde. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er auch durch die Reality-Serie „The Osbournes“ bekannt. Osbourne kämpfte bis zuletzt mit gesundheitlichen Problemen und Parkinson. Er gilt als einer der einflussreichsten Musiker seiner Generation.
24. Juli: Hulk Hogan (✝︎ 71 Jahre)
Hulk Hogan war eine Wrestling-Legende und weltweit eine Ikone des Sports. In den 1980er-Jahren avancierte er zum Aushängeschild der WWF. Mit seiner charismatischen Persönlichkeit und seinem imposanten Auftreten begeisterte er Millionen Fans. Hogan trat auch in Filmen und TV-Shows auf und prägte Popkultur und Sport gleichermaßen. Sein Auftritt bei der Vereidigungsfeier von Donald Trump 2025 sorgte für Schlagzeilen. Hogan hinterlässt ein Erbe als einer der bekanntesten Wrestler aller Zeiten.
28. Juli: Laura Dahlmeier (✝︎ 31 Jahre)
Laura Dahlmeier war eine herausragende Biathletin, die Deutschland bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften vertreten hat. 2018 gewann sie Gold im Sprint und in der Verfolgung. Insgesamt holte sie sieben WM-Titel und 20 Weltcup-Siege. Nach ihrem Rücktritt widmete sie sich dem Bergsteigen und erreichte beeindruckende Gipfel wie Ama Dablam. Bei einem tragischen Unfall am Laila Peak kam sie ums Leben. Dahlmeier war für ihre Disziplin, Zielstrebigkeit und Begeisterung für Sport und Natur bekannt.
August
3. August: Ulli Potofski (✝︎ 73 Jahre)
Ulli Potofski, geboren in Gelsenkirchen, prägte über Jahrzehnte die Sportberichterstattung in Deutschland. Seine Karriere begann in den 1970er-Jahren beim WDR, ehe er 1984 zu RTL wechselte. Für seine Arbeit erhielt er 1989 den Bambi als beliebtester Fernsehmoderator. Neben Fußballberichten moderierte er unter anderem den "Domino Day". Später berichtete er für Sky über die Bundesliga und internationale Sportereignisse wie Wimbledon. Auch als Autor war Potofski tätig und veröffentlichte mehrere Kinderbücher, darunter Abenteuer um die Figur Locke. Seine Art, Sport lebendig zu vermitteln, machte ihn zu einem Publikumsliebling.
5. August: Frank Mill (✝︎ 67 Jahre)
Frank Mill, ehemaliger Fußballprofi, war Mitglied des Weltmeisterteams 1990, ohne allerdings selbst auf dem Spielfeld gestanden zu haben. In der Bundesliga erzielte er 123 Tore in 387 Spielen, in der Zweiten Liga 88 Treffer in 157 Einsätzen. Seine Karriere begann bei Rot-Weiss Essen, es folgten Stationen bei Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund und Fortuna Düsseldorf. Später gründete er eine Fußballschule und engagierte sich in der Dortmunder Traditionsmannschaft. Mill prägte Generationen als Stürmer und wurde für seine ehrliche Art geschätzt. Er starb nach den Folgen eines Herzinfarkts.
7. August: Jim Lovell (✝︎ 97 Jahre)
Jim Lovell zählte zu den bedeutendsten Astronauten der US-Raumfahrtgeschichte. Viermal flog er ins All, darunter die Apollo-8-Mission, bei der die Erde erstmals vollständig vom Mond aus fotografiert wurde. Als Kommandant von Apollo 13 erlebte er eine fast katastrophale Explosion, konnte jedoch mit seiner Crew sicher zurückkehren. Die Mission wurde weltberühmt und inspirierte später einen Hollywood-Film mit Tom Hanks. Lovell blieb trotz der Mondumrundungen selbst immer ein „Erdmensch“. Seine ruhige, überlegte Art rettete Menschenleben und prägte die Raumfahrtgeschichte.
17. August: Torsten Michaelis (✝︎ 64 Jahre)
Torsten Michaelis, in Ost-Berlin geboren, absolvierte seine Schauspielausbildung an der renommierten Ernst-Busch-Schule. Besonders bekannt wurde er durch die Rolle des Kriminaldirektors Bitomsky im „Tatort“ aus Hannover. In der Vorabendserie "Heiter bis tödlich: Hauptstadtrevier" spielte er den Leiter der Polizeiwache Jürgen Klug. Er wirkte in zahlreichen Komödien und Hollywood-Synchronisationen mit. Michaelis war Bruder des Sängers Dirk Michaelis und brachte seine Vielseitigkeit auf Bühne und Bildschirm ein. Sein Talent erstreckte sich über verschiedene Genres, von ernsten Rollen bis zu humorvollen Figuren.
22. August: Rolf Seelmann-Eggebert (✝︎ 88 Jahre)
Rolf Seelmann-Eggebert wuchs in Hannover auf und wurde durch seine Berichte über das britische Königshaus zu einem bekannten Gesicht im Fernsehen. Er berichtete über große Hochzeiten, darunter die von Prinz Charles und Lady Diana sowie William und Kate. Seelmann-Eggebert war der einzige Journalist in Europa, der alle sieben europäischen Königshäuser interviewen konnte. Bereits in der Schulzeit begann er journalistisch tätig zu werden. Vor seiner Tätigkeit als Adelsexperte berichtete er von 1968 bis 1976 aus Afrika für die ARD. Sein feines Gespür für Menschen machte ihn zu einem respektierten Reporter.
August: Arthur Brauss (✝︎ 89 Jahre)
Arthur Brauss, bekannt als Richard Block aus „Großstadtrevier“, wirkte in über 190 Film- und Fernsehproduktionen mit. Er spielte unter anderem in „Der Alte“, „Derrick“ und „Die Schwarzwaldklinik“. 1972 hatte er die Hauptrolle in Wim Wenders' „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“. Vor seiner Schauspielkarriere war Brauss deutscher Jugendmeister im Stabhochsprung und studierte Mathematik und Volkswirtschaft in den USA. Erst 1963 gab er sein Schauspieldebüt in „Verspätung in Marienborn“. Seine Vielseitigkeit reichte vom Kino bis zur Bühne, in Deutschland und international.
September
4. September: Giorgio Armani (✝︎ 91 Jahre)
Giorgio Armani, geboren in Piacenza, wurde zu einem der einflussreichsten Modedesigner der Welt. Ohne formale Ausbildung begann er in den 1960er-Jahren als Schaufensterdekorateur und Designer bei Nino Cerruti. Seine minimalistischen Anzüge und eleganten Damenkollektionen machten ihn berühmt. 1975 gründete er die Giorgio Armani SpA, die sich zu einem internationalen Modeimperium entwickelte. Armani kleidete zahlreiche Stars aus Hollywood ein und blieb bis ins hohe Alter kreativ. Sein Einfluss auf die Modewelt war weltweit spürbar.
5. September: Horst Krause (✝︎ 83 Jahre)
Horst Krause, 1941 geboren, wurde durch Rollen im Film und Fernsehen bekannt, insbesondere als kauziger Dorfpolizist. In „Schultze gets the blues“ erhielt er mehrere Preise, und im „Polizeiruf 110“ verkörperte er seine bekannteste Rolle. Krause liebte die Figur seines Lebens und machte sie unverwechselbar mit Uniform, Helm und Motorrad. Er brachte Humor und Authentizität in seine Rollen ein und wurde vom Publikum sehr geschätzt. Sein Schauspielstil war bodenständig und nahbar.
6. September: Rick Davies (✝︎ 81 Jahre)
Rick Davies gründete die Rockband Supertramp gemeinsam mit Roger Hodgson 1969 in Großbritannien. Mit seinem Gesang und Klavierspiel prägte er den unverwechselbaren Sound der Band. In den 1970er- und frühen 1980er-Jahren schrieb er viele Hits, die Generationen beeinflussten. Davies’ komplexe Arrangements und tiefgründige Texte machten Supertramp international erfolgreich. Er starb nach einer langen Erkrankung an Blutkrebs. Sein musikalisches Erbe lebt bis heute weiter.
13. September: Andreas Martin (✝︎ 72 Jahre)
Andreas Martin, Berliner Musiker, feierte in den 1980er- und 1990er-Jahren Schlagererfolge. Zu seinen bekanntesten Titeln gehören „Amore Mio“ und „Du bist alles (Maria, Maria)“. Er war regelmäßig Gast in der ZDF-Hitparade und komponierte für andere Stars wie Bernhard Brink und Wolfgang Petry. Martin prägte die deutsche Schlagerszene durch seinen einprägsamen Stil. Er war bekannt für seine charmante Bühnenpräsenz und sein musikalisches Gespür.
16. September: Robert Redford (✝︎ 89 Jahre)
Robert Redford zählte zu den bekanntesten Gesichtern Hollywoods. Sein endgültiger Durchbruch gelang ihm 1969 neben Paul Newman in „Butch Cassidy und Sundance Kid“. Auch Filme wie „Die Unbestechlichen“ oder „Jenseits von Afrika“ prägten sein Schaffen. Neben der Schauspielerei war er als Regisseur und Produzent aktiv. Vor über vier Jahrzehnten gründete er das Sundance Film Festival, das heute größte US-Festival für Independent-Filme. Redford engagierte sich zudem stark für Umwelt- und Naturschutz. Er gilt als Symbol für Talent, Engagement und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein.
23. September: Claudia Cardinale (✝︎ 87 Jahre)
Claudia Cardinale wurde in Tunis geboren und wurde zu einer Muse italienischer Regisseure. In den 1960er-Jahren avancierte sie zu einem internationalen Filmidol. Ihre bekanntesten Werke sind „Der Leopard“ und Sergio Leones Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“. Neben großen Filmproduktionen trat sie auch in Theaterstücken und Italowestern auf. 1982 wurde sie für ihr Lebenswerk mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Cardinale lebte zuletzt in Nemours, unweit von Paris. Ihr Charisma und ihre Leinwandpräsenz machten sie zu einer unverwechselbaren Erscheinung der Filmwelt.
27. September: Georg Stefan Troller (✝︎ 103 Jahre)
Georg Stefan Troller war eine Legende im Bereich Journalismus und Dokumentarfilm. Über 2.000 Interviews und mehr als 170 Filme gehen auf sein Konto. Geboren 1921 in Wien, musste er 1938 vor den Nazis fliehen und lebte in der Tschechoslowakei, Frankreich und den USA. Als US-Soldat half er bei der Befreiung des KZ Dachau. 1950 kam er nach Paris, wo er als Kulturkorrespondent und Fernsehreporter arbeitete. Ab 1962 berichtete er für den WDR und entwickelte die ZDF-Reihe „Personenbeschreibung“, die psychologische Porträts zeigte. Troller gilt als Vorreiter in der dokumentarischen Darstellung von Menschen.
Oktober
1. Oktober: Jane Goodall (✝︎ 91 Jahre)
Jane Goodall revolutionierte die Primatenforschung durch jahrelange Beobachtung wilder Schimpansen. Sie entdeckte individuelle Persönlichkeiten und die Fähigkeit der Tiere, Werkzeuge zu nutzen. Zudem widerlegte sie die Vorstellung, dass Schimpansen friedlich und vegetarisch seien. Ab den 1980er-Jahren setzte sie sich intensiv für Umweltschutz und Aufforstungsprojekte ein. Goodall inspirierte Generationen von Forschern und Aktivisten. Ihr Engagement machte sie zu einer weltweiten Ikone für Naturschutz.
6. Oktober: Wanda Perdelwitz (✝︎ 41 Jahre)
Wanda Perdelwitz wurde 1984 in Ost-Berlin geboren und studierte Schauspiel in Rostock. Bekannt wurde sie durch Serien wie „Großstadtrevier“ und „Traumschiff“. Sie wirkte zudem in zahlreichen Theaterproduktionen und weiteren Fernsehprojekten mit. Perdelwitz brachte eine besondere Ausstrahlung auf Bühne und Bildschirm. Ihre Karriere zeichnete sich durch Vielseitigkeit und Engagement aus. Sie hinterlässt ein bleibendes Andenken in der deutschen Unterhaltungsbranche.
11. Oktober: Diane Keaton (✝︎ 79 Jahre)
Diane Keaton wuchs in Los Angeles auf und wurde durch Woody-Allens Filme weltbekannt. Werke wie „Mach’s noch einmal, Sam“ oder „Der Stadtneurotiker“ machten sie berühmt. Für ihre Rolle im letzteren erhielt sie 1978 den Oscar. Auch in „Der Pate“ spielte sie eine prägende Rolle als Michael Corleones Ehefrau. Später glänzte sie in Komödien wie „Das grenzt an Liebe“. Keatons Schauspielstil vereint Humor, Eleganz und emotionale Tiefe.
16. Oktober: Ace Frehley (✝︎ 74 Jahre)
Ace Frehley war Gründungsmitglied und Lead-Gitarrist der Rockband Kiss. Er verließ die Gruppe 1982, kehrte aber Mitte der 1990er-Jahre für sechs Jahre zurück. Neben Kiss trat er als Solokünstler auf und gründete „Frehley’s Comet“. Viele seiner Hits wie „Rock And Roll All Nite“ und „I Was Made For Lovin’ You“ wurden Klassiker. Frehley prägte den Rocksound der 1970er und 1980er maßgeblich. Sein Einfluss auf die Musikszene bleibt unvergessen.
16. Oktober: Klaus Doldinger (✝︎ 89 Jahre)
Klaus Doldinger gilt als einer der bedeutendsten Jazzmusiker Deutschlands. Über 50 Alben und rund 2.000 Kompositionen gehen auf sein Konto. Bekannt wurde er insbesondere durch Filmmusiken wie „Tatort“ oder „Das Boot“. Auch „Die unendliche Geschichte“ und Serien wie „Liebling Kreuzberg“ tragen seine Handschrift. Doldinger stand über 50 Jahre lang auf der Bühne und absolvierte mehr als 5.000 Auftritte. Daneben engagierte er sich als Aufsichtsratsmitglied der GEMA.
November
3. November: Dick Cheney (✝︎ 84 Jahre)
Dick Cheney war eine zentrale Figur der US-Politik über mehrere Jahrzehnte hinweg. Bekannt wurde er zunächst als Verteidigungsminister unter George H. W. Bush und später als Vizepräsident unter George W. Bush. Besonders prägend war seine Rolle nach den Anschlägen vom 11. September 2001, als er strengere Sicherheitsmaßnahmen und militärische Einsätze unterstützte. Guantánamo, die Irak-Invasion und Überwachungsprogramme sind eng mit seinem Namen verbunden. Trotz seiner konservativen Haltung kritisierte er 2024 Donald Trump und bezeichnete ihn als größte Gefahr für die amerikanische Republik. Cheney entschloss sich daraufhin, für Kamala Harris zu stimmen.
8. November: Felix Eitner (✝︎ 58 Jahre)
Felix Eitner war ein vielgeliebter Schauspieler im deutschen Fernsehen. Besonders bekannt wurde er durch seine Rollen in "Heiter bis tödlich: Alles Klara" und dem Schweriner "Polizeiruf 110". Im Fernsehfilm "Der Tunnel" verkörperte er einen cleveren Fluchthelfer und zeigte sein Talent neben prominenten Kollegen wie Heino Ferch. Auch in Doris Dörries Film "Kirschblüten – Hanami" wirkte er erfolgreich mit. Sein schauspielerisches Wirken wurde von Publikum und Kritikern geschätzt. Eitner hinterlässt ein vielseitiges Werk, das sowohl Komik als auch Drama umfasste.
17. November: Alice und Ellen Kessler (✝︎ 89 Jahre)
Die Kessler-Zwillinge waren ein unvergleichliches Show-Duo mit internationalem Erfolg. Alice und Ellen standen über sechzig Jahre lang auf der Bühne und traten unter anderem mit Frank Sinatra, Fred Astaire und Harry Belafonte auf. Besonders in den USA, Frankreich und Italien wurden ihre Darbietungen gefeiert. 1936 in Nerchau geboren, entdeckten sie früh ihre Leidenschaft für den Tanz in der Leipziger Oper. Mit sechzehn flohen sie in den Westen und starteten drei Jahre später ihre internationale Karriere im Pariser Revue-Theater „Lido“. Später zogen sie sich nach München zurück.
20. November: Helme Heine (✝︎ 84 Jahre)
Helme Heine hinterlässt ein beeindruckendes literarisches und künstlerisches Erbe. Als Kinderbuchautor, Illustrator und Designer schrieb er über 50 Bücher, die in mehr als 35 Sprachen erschienen. Besonders berühmt ist seine Mitwirkung an der Figur Tabaluga zusammen mit Peter Maffay. Zudem erfreuten Generationen seine Geschichten über Franz von Hahn, Johnny Mauser und den dicken Waldemar. Viele seiner Werke wurden auch für Fernsehen und Kino adaptiert. Heine verstand es, Geschichten mit Humor und Fantasie zu verbinden.
23. November: Udo Kier (✝︎ 81 Jahre)
Udo Kier war ein deutscher Schauspieler mit internationalem Renommee. Seit den 1970er-Jahren prägten ihn Rollen in Arthouse- und Horrorfilmen sowie unabhängigen Produktionen. Seine ersten großen Erfolge feierte er in Paul Morrisseys „Frankenstein“ und „Dracula“, die im Umfeld von Andy Warhol entstanden. Mit über 200 Filmrollen gehörte er zu den produktivsten deutschen Darstellern. Kier war bekannt für seine markante Präsenz auf der Leinwand. Auch außerhalb Deutschlands genoss er Anerkennung für sein exzentrisches Spiel.
24. November: Jimmy Cliff (✝︎ 81 Jahre)
Jimmy Cliff war eine Ikone des Reggae und ein Vorreiter der jamaikanischen Musikszene. Er beeinflusste Künstler wie Bob Marley und brachte Hits wie „Wonderful World, Beautiful People“ hervor. Seinen ersten großen Erfolg feierte er in den 1960er-Jahren mit „Hurricane Hattie“. 1972 übernahm er die Hauptrolle im Kultfilm „The Harder They Come“, dessen Handlung autobiografische Züge trägt. Cliff erhielt zwei Grammys und wurde 2010 in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen. Seine Lieder sind bis heute weltbekannt und prägend für das Genre.
24. November: Ingrid van Bergen (✝︎ 94 Jahre)
Ingrid van Bergen war eine der prägenden deutschen Schauspielerinnen der 1950er Jahre. Sie spielte in Klassikern wie „Des Teufels General“ und „Wir Wunderkinder“ mit. International konnte sie ebenfalls Erfolge feiern. 1977 geriet ihr Leben in die Schlagzeilen, als sie wegen Totschlags an ihrem Liebhaber verurteilt wurde. Nach ihrer vorzeitigen Freilassung setzte sie ihre Karriere fort und blieb bis ins hohe Alter auf der Bühne und im Fernsehen präsent. 2009 gewann sie das RTL-Dschungelcamp und erreichte damit ein jüngeres Publikum.
29. November: Tom Stoppard (✝︎ 88 Jahre)
Tom Stoppard war ein Meister der intellektuellen Theaterkomödie. Sein bekanntestes Stück „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“ erzählt Hamlet aus einer ungewöhnlichen Perspektive. International bekannt wurde er auch durch das Drehbuch zu „Shakespeare in Love“, für das er 1999 einen Oscar erhielt. Stoppard wurde 1937 in Zlin geboren und überlebte die Flucht seiner Familie vor den Nazis über China und Indien. Später ließ er sich in Großbritannien nieder. Seine Werke zeichnen sich durch Witz, Intellekt und sprachliche Brillanz aus.
Dezember
5. Dezember: Frank Gehry (✝︎ 96 Jahre)
Frank Gehry war einer der weltweit einflussreichsten Architekten. Gebäude wie das Guggenheim-Museum in Bilbao und die Walt-Disney-Konzerthalle in Los Angeles zeugen von seinem einzigartigen Stil. 1929 in Toronto geboren, entdeckte er sein Interesse für Architektur auf einer Abendschule. In den 1960er-Jahren gründete er sein eigenes Studio in Los Angeles. Gehrys Bauten zeichnen sich durch innovative Formen und kreative Strukturen aus. Viele seiner Werke sind heute Wahrzeichen ihrer Städte.
10. Dezember: Sophie Kinsella (✝︎ 55 Jahre)
Sophie Kinsella, geboren als Madeleine Wickham, wurde mit der Reihe „Die Schnäppchenjägerin“ weltbekannt. Zuvor arbeitete sie als Finanzjournalistin, fand diesen Beruf jedoch wenig erfüllend. Inspiriert durch das Lesen während langer Pendelstrecken begann sie selbst zu schreiben. Ihre Romane wurden in über 40 Sprachen übersetzt und erreichten Millionen Leser. Kinsella verstand es, Humor mit alltäglichen Lebenssituationen zu verbinden. Unter ihrem bürgerlichen Namen veröffentlichte sie erste Romane, bevor sie den Künstlernamen annahm.
12. Dezember: Rolf Becker (✝︎ 90 Jahre)
Rolf Becker war ein vielseitiger Schauspieler, der sowohl auf Theaterbühnen als auch im Fernsehen glänzte. Bekannt wurde er unter anderem als Rentner Otto in „In aller Freundschaft“. In den 1970er-Jahren startete seine Film- und Fernsehkarriere mit Produktionen wie „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“. Becker war zudem ein gefragter Hörbuchsprecher. Aufgewachsen in Leipzig, prägte ihn die Theaterarbeit in Norddeutschland. Sein Talent gab er auch an seine Kinder Ben und Meret Becker weiter.
14. Dezember: Rob Reiner (✝︎ 78 Jahre)
Rob Reiner war Schauspieler, Regisseur und politisch engagiert. Bekannt wurde er durch „All in the Family“, bevor er hinter die Kamera wechselte. Filme wie „Stand By Me“ oder „Harry und Sally“ machten ihn zu einem der gefragtesten Regisseure Hollywoods. Reiner setzte sich öffentlich für Liberale Themen ein, darunter Tabaksteuer und die gleichgeschlechtliche Ehe. Seine Werke verbinden Humor mit tiefgründiger Gesellschaftskritik. Er hinterlässt ein nachhaltiges filmisches Erbe.
17. Dezember: Rosa von Praunheim (✝︎ 83 Jahre)
Rosa von Praunheim war ein prägender Regisseur der deutschen Schwulenbewegung. Geboren als Holger Radtke, floh er 1953 mit seiner Familie in den Westen. In über 150 Filmen thematisierte er häufig seine eigene Homosexualität. Sein Aufsehen erregender Dokumentarfilm „Nicht der Homosexuelle ist pervers…“ machte ihn bekannt. Später entstanden Werke wie „Rex Gildo – Der letzte Tanz“. Kurz vor seinem Tod heiratete er seinen langjährigen Partner in Berlin.
22. Dezember: Chris Rea (✝︎ 74 Jahre)
Chris Rea wurde durch den Song „Driving Home for Christmas“ weltbekannt. Geboren 1951 in Middlesbrough, begann er erst mit knapp 20 Jahren Gitarre zu spielen. Er feierte in den 1980er-Jahren Erfolge in Europa und den USA mit Hits wie „Josephine“ und „The Road to Hell“. Insgesamt verkaufte er fast 30 Millionen Platten. Ab 2000 war er von schweren gesundheitlichen Problemen betroffen, darunter Bauchspeicheldrüsenkrebs und Schlaganfälle. Rea starb nach kurzer Krankheit im Alter von 74 Jahren.
22. Dezember: Uwe Kockisch (✝︎ 81 Jahre)
Uwe Kockisch war ein renommierter deutscher Schauspieler, bekannt aus „Donna Leon“ und „Weissensee“. Geboren in Cottbus, arbeitete er von 1971 an über zwei Jahrzehnte im Ensemble des Maxim-Gorki-Theaters Berlin. Er wirkte in mehr als 100 Film- und Fernsehproduktionen mit. Kockisch zeichnete sich durch seine intensive Darstellung und Präsenz aus. Auch als Sprecher von Hörbüchern genoss er großes Ansehen. Sein Beitrag zur deutschen Film- und Theaterlandschaft ist bedeutend.
28. Dezember: Brigitte Bardot (✝︎ 91 Jahre)
Brigitte Bardot war eine der größten Filmikonen Frankreichs und ein international bekanntes Sexsymbol. Mit Filmen wie „Und ewig lockt das Weib“ wurde sie weltberühmt. Sie arbeitete mit renommierten Regisseuren wie Jean-Luc Godard zusammen. Anfang der 1970er-Jahre beendete sie ihre Schauspielkarriere und widmete sich dem Tierschutz. Bardot prägte das Kino und die Popkultur nachhaltig. Ihre Filme gelten noch heute als Klassiker.

