Jugendschutz im Netz: Frankreich zieht klare Altersgrenze - Parlament beschließt weitreichenden Vorstoß
- 27. Jan.
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In Frankreich rückt ein strengerer Umgang mit sozialen Netzwerken näher. Die Nationalversammlung hat am Montagabend einem Gesetzentwurf zugestimmt, der Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren die Nutzung sozialer Plattformen untersagen soll. Mit dem Votum der Abgeordneten in Paris ist die Regelung jedoch noch nicht endgültig beschlossen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Verbot mit Altersgrenze – Senat noch am Zug
Kern des Textes ist ein Nutzungsverbot für unter 15-Jährige: Minderjährige dieser Altersgruppe sollen keinen Zugang mehr zu Angeboten erhalten, die von Onlineplattformen als soziale Netzwerke betrieben werden. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss allerdings noch der Senat, die zweite Kammer des Parlaments, darüber entscheiden.
Unklar, welche Plattformen genau betroffen sind
Welche sozialen Medien konkret unter das Verbot fallen würden, bleibt bewusst offen. Der Gesetzestext grenzt lediglich aus, was nicht darunter fällt: So sollen „Online-Enzyklopädien“ sowie „Bildungs- oder Wissenschaftsverzeichnisse“ weiterhin zugänglich bleiben. Auch private Messengerdienste sind ausdrücklich nicht Teil der Regelung.
Rückhalt aus dem Präsidentenlager
Getragen wurde der Vorstoß vor allem von Abgeordneten aus dem Umfeld von Präsident Emmanuel Macron. Nach der Abstimmung äußerte sich Macron selbst auf der Plattform X und erklärte: „Das ist es, was Wissenschaftler empfehlen, und das ist es, was die Franzosen in großer Mehrheit fordern.“


