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Kampf gegen Ebola: Mehr als 1.500 bestätigte Infektionen im Kongo

  • vor 3 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Nach Angaben der Behörden der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebola-Erkrankungen auf 1.561 angestiegen. Von den registrierten Infizierten kamen bislang 506 Menschen ums Leben. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Schwierige Lage im Osten des Landes


Vor allem die östlichen Regionen des Landes sind weiterhin stark von dem Ausbruch betroffen. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation dürfte die tatsächliche Zahl der Erkrankten deutlich höher liegen, da sich das Virus über mehrere Wochen unbemerkt ausbreiten konnte, bevor die ersten Fälle erkannt wurden.


Fehlende Impfstoffe erschweren die Bekämpfung


Ebola zählt zu den gefährlichsten Virusinfektionen weltweit. Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Personen oder deren Körperflüssigkeiten. Besonders problematisch ist beim derzeitigen Ausbruch, dass gegen die Bundibugyo-Variante bislang weder ein zugelassener Impfstoff noch eine gezielte Behandlung zur Verfügung steht.


Hoffnung durch neue Therapieansätze


Um die medizinischen Möglichkeiten zu verbessern, wurden inzwischen erste klinische Studien gestartet. Dabei untersuchen Forschende zwei antivirale Wirkstoffe, die möglicherweise die Überlebenschancen erkrankter Menschen erhöhen könnten. Zusätzlich wird geprüft, ob eine Kombination beider Medikamente einen größeren Behandlungserfolg verspricht.


Erster Fall in Frankreich


Auch außerhalb Afrikas wurde inzwischen eine Infektion registriert. Im Juni bestätigten die französischen Behörden erstmals einen Ebola-Fall im Land. Dabei handelte es sich um einen Arzt, der sich zuvor in der Demokratischen Republik Kongo aufgehalten hatte. Nach seiner Behandlung konnte er das Krankenhaus wieder gesund verlassen.


Risiko für Europa weiterhin niedrig


Nach Einschätzung der Gesundheitsbehörden besteht für die Bevölkerung in Europa derzeit nur ein geringes Infektionsrisiko. Für Deutschland bewertete Bundesgesundheitsministerin Warken die Gefährdung sogar als „äußerst gering“.

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