Laut DGB: Viele Beschäftigte sehen ihre Arbeitsfähigkeit bis zur Rente gefährdet
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Ein erheblicher Teil der Erwerbstätigen in Deutschland bezweifelt, den eigenen Beruf bis zum gesetzlichen Renteneintritt ausüben zu können. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Besonders ausgeprägt ist diese Einschätzung in Berufen mit hoher körperlicher oder psychischer Belastung. Dazu zählen unter anderem das Handwerk, die Pflege, das Baugewerbe sowie Erziehungsberufe. Dort geht etwa jede zweite beschäftigte Person davon aus, nicht bis zum Renteneintritt durchhalten zu können.
Ergebnisse der DGB-Befragung
Grundlage der Untersuchung sind Angaben von rund 28.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die zwischen 2022 und 2026 befragt wurden. Den Ergebnissen zufolge trauen sich lediglich 53 Prozent zu, ihre derzeitige Tätigkeit ohne gesundheitliche Einschränkungen bis zum gesetzlichen Rentenalter fortzuführen. Im Jahr zuvor lag dieser Anteil noch bei 56 Prozent.
Auf der anderen Seite rechnen inzwischen 40 Prozent der Befragten damit, ihre aktuelle Arbeit nicht bis zur Rente ausüben zu können. Im Vorjahr vertraten 39 Prozent diese Einschätzung. Damit zeigt sich eine leicht zunehmende Skepsis hinsichtlich der langfristigen Arbeitsfähigkeit.
Rentenpolitik im Fokus
Parallel zu diesen Entwicklungen wird die Zukunft der gesetzlichen Altersvorsorge intensiv diskutiert. Vertreterinnen und Vertreter von Union und SPD kündigten in dieser Woche an, die von der Rentenkommission erarbeiteten Reformvorschläge „zügig“ als Gesamtpaket umzusetzen.
Vorschläge der Rentenkommission
Das Expertengremium hat verschiedene Maßnahmen vorgestellt, um das Rentensystem langfristig zu stabilisieren. Vorgesehen sind unter anderem eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung, das Auslaufen der sogenannten Rente mit 63, die Ausweitung des Kreises der Beitragszahlenden sowie der Aufbau einer kapitalgedeckten Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung.

