Krankschreibung per Telefon: Regierung prüft strengere Regeln und Missbrauchsschutz
- Redaktion Mittagsmagazin

- 20. Jan.
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Die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant, die derzeitigen Regelungen zur telefonischen Krankschreibung kritisch zu überprüfen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Hintergrund ist eine Vereinbarung der Regierungsparteien im Koalitionsvertrag, die darauf abzielt, möglichen Missbrauch zu verhindern. In diesem Zusammenhang erklärte Warken am Montagabend gegenüber dem „Tagesspiegel“: „Genau das werden wir angehen und die aktuellen Regelungen auf den Prüfstand stellen. Wir brauchen praktikable Lösungen.“
Kritik vom Kanzler: Krankenstand zu hoch
Zuvor hatte sich auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu dem Thema geäußert. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Baden-Württemberg bemängelte er am Samstag den aus seiner Sicht überdurchschnittlich hohen Krankenstand in Deutschland. Nach seinen Angaben seien Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hierzulande im Durchschnitt rund drei Wochen pro Jahr krankgeschrieben. Einen möglichen Grund sieht Merz in der Option, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Telefon zu erhalten.
Ursprung in der Pandemie
Die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung wurde im Jahr 2021 als Reaktion auf die Corona-Pandemie eingeführt. Ziel war es damals, Arztpraxen zu entlasten und Infektionsrisiken zu reduzieren. Unter dem damaligen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wurde diese Regelung später dauerhaft etabliert.



