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Kriegsdienstverweigerung: Immer mehr Menschen lehnen Dienst an der Waffe ab

27. Apr.
1 Min. Lesezeit

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die den Dienst an der Waffe ablehnen, nimmt weiterhin zu. Bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres stellten 2.656 Personen einen entsprechenden Antrag. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Diese Entwicklung wurde unter Berufung auf Angaben des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben bekannt.


Entwicklung über mehrere Jahre


Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt eine klare Tendenz nach oben. Im Jahr 2024 lag die Gesamtzahl der Anträge noch bei 2.998. Ein Jahr später wurden bereits 3.867 Gesuche registriert. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte 2026 ein neuer Höchststand erreicht werden – so hoch wie nicht mehr seit der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011.


Mögliche Gründe für den Anstieg


Als Ursache für diese Entwicklung wird unter anderem die derzeit angespannte sicherheitspolitische Lage gesehen. Hinzu kommt das neue Wehrdienstgesetz, das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist. Es sieht vor, dass Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 verpflichtend gemustert werden. Ziel ist es, mehr Freiwillige für den Ausbau der Streitkräfte zu gewinnen. Falls die angestrebten Zahlen nicht erreicht werden, besteht die Möglichkeit, dass der Bundestag eine sogenannte Bedarfswehrpflicht einführt.


Auch Widerrufe nehmen zu


Parallel zu den steigenden Antragszahlen gibt es auch Personen, die ihre Entscheidung zur Kriegsdienstverweigerung rückgängig machen. Im vergangenen Jahr geschah dies 781 Mal. Allein im ersten Quartal dieses Jahres wurden bereits 233 solcher Widerrufe gezählt.

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