Kältebusse in Berlin außer Betrieb: Trotz Brandschäden läuft die Hilfe für Obdachlose in den Winternächten weiter
- Redaktion Mittagsmagazin

- 29. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Zwei der drei Kältebusse der Berliner Stadtmission sind nach einem Brand vorübergehend außer Betrieb. Dennoch soll das Hilfsangebot für Menschen ohne festen Wohnsitz in den kommenden Nächten weiterhin aufrechterhalten werden. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Möglich wird dies durch Improvisation und die große Hilfsbereitschaft vieler Beteiligter. „Wir sind überwältigt von der Solidarität der Menschen“, sagte Stadtmissionssprecherin Barbara Breuer auf dpa-Anfrage. „Andere Träger und Unternehmen aus Berlin haben ihre Hilfe angeboten.“
Kältebusse: Mehr als nur Transport
Die Kältebusse der Stadtmission dienen nicht nur dazu, obdachlose Menschen in den kalten Nächten in Notunterkünfte zu bringen. Die freiwilligen Helfer verteilen auch Schlafsäcke, heißen Tee oder warme Suppe, um den Betroffenen das Überleben in der winterlichen Kälte zu erleichtern. „Die Kältebusfahrten sind abgesichert, und wir sind total dankbar“, betonte Breuer.
Die beschädigten Fahrzeuge
Die beiden Busse, die durch den Brand beschädigt wurden, können derzeit nicht eingesetzt werden. „Ein Bus ist schrottreif“, erklärte die Stadtmissionssprecherin.
Ein sofortiger Ersatz sei nicht möglich, da der Bus spezielle Einbauten besaß, die ihn besonders für die Hilfsarbeit geeignet machten. „Das Besondere an dem Bus war, wir haben ihn 2022 von der Deutschen Bahn Stiftung gespendet bekommen, und er hatte spezielle Einbauten“, so Breuer. Dazu gehörten unter anderem eine Rampe für Rollstuhlfahrer, Schubladen für Wechselkleidung und die Möglichkeit, Tee zuzubereiten. Auch der zweite Bus steht vorerst nicht zur Verfügung, doch es gibt bereits Hilfeangebote von Berliner Werkstätten für die Reparatur.


