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Laut WMO: Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie globaler Durchschnitt

  • 29. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Der Klimawandel macht sich in Europa zunehmend bemerkbar. Darauf weist der aktuelle Bericht zum Klimazustand des Jahres 2025 hin, der von der Weltwetterorganisation WMO und dem EU-Klimawandeldienst Copernicus veröffentlicht wurde. Mehr dazu in den Klima-News.


Rekordwerte bei Temperaturen und Naturereignissen


Die Daten zeichnen ein klares Bild: Die Temperaturen der Meeresoberflächen erreichten erneut Höchststände – bereits zum vierten Mal in Folge. Gleichzeitig kam es zu außergewöhnlich großflächigen Waldbränden, bei denen mehr als eine Million Hektar Land zerstört wurden. Auch die Wasserführung vieler Flüsse lag deutlich unter dem üblichen Niveau, etwa 70 Prozent waren betroffen.


Nahezu der gesamte Kontinent verzeichnete überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Besonders in Nordeuropa kam es zu ungewöhnlich langen Hitzeperioden: In Teilen Norwegens, Schwedens und Finnlands wurden mehr als drei Wochen am Stück hohe Temperaturen gemessen. Selbst Regionen innerhalb des Polarkreises überschritten zeitweise die Marke von 30 Grad Celsius. Hinzu kommt, dass die Schneemengen erheblich zurückgingen und Gletscher in allen europäischen Gebieten weiter an Masse verloren.


Europa erwärmt sich schneller als der globale Durchschnitt


Ein zentrales Ergebnis des Berichts ist die vergleichsweise starke Erwärmung Europas. Seit Beginn der Industrialisierung ist die Durchschnittstemperatur hier um etwa 2,5 Grad Celsius gestiegen – deutlich mehr als der weltweite Durchschnitt. Diese Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit, Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung konsequent umzusetzen.


Um das international angestrebte Ziel einzuhalten, die Erwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen, ist eine schnelle Reduktion fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas erforderlich.


Risiken für Ökosysteme und Artenvielfalt


Neben den klimatischen Veränderungen rückt auch der Schutz der Biodiversität stärker in den Fokus. Fachleute warnen davor, dass steigende Temperaturen und veränderte Umweltbedingungen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten gefährden.


Zwar werden innerhalb der Europäischen Union bereits Maßnahmen ergriffen, doch reichen diese nach Einschätzung der Expert:innen noch nicht aus. Sie betonen:„Die Fortschritte in Europa müssen beschleunigt werden, damit mehr und bessere Maßnahmen zum Schutz der Natur und der biologischen Vielfalt ergriffen werden können“.

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