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Mandeldrinks im Check: Untersuchung zeigt mögliches Gesundheitsrisiko für Kleinkinder

  • vor 4 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Pflanzenbasierte Getränke wie Mandel-, Hafer- oder Sojadrinks gelten für viele Familien als Ersatz für klassische Kuhmilch. Doch gerade für Kleinkinder können bestimmte Produkte problematisch sein. Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hin. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Umfangreiche Laboranalyse


Im Rahmen einer Untersuchung analysierte das Institut insgesamt 162 im Handel erhältliche Getränke auf Basis von Hafer, Mandeln und Soja. Im Fokus standen dabei mögliche Belastungen mit Schimmelpilzgiften (Mykotoxinen) sowie natürlich vorkommenden Pflanzentoxinen. Anschließend wurde bewertet, welche gesundheitlichen Folgen sich für Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und unter sechs Jahren ergeben könnten.


Aflatoxin B1 besonders häufig nachgewiesen


Ein zentrales Ergebnis betrifft Mandeldrinks: In 31 von 39 geprüften Produkten wurde das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 festgestellt. Dieser Stoff gilt als besonders kritisch, da er das Erbgut schädigen und dadurch Krebs begünstigen kann. Nach Einschätzung der Fachleute lässt sich deshalb kein sicherer Grenzwert bestimmen, unterhalb dessen eine Wirkung ausgeschlossen werden könnte. Der regelmäßige Konsum entsprechend belasteter Mandeldrinks könne für junge Kinder ein gesundheitliches Risiko darstellen. Insgesamt bewertete das Institut die Wahrscheinlichkeit möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen als "mittel".


Andere Toxine: geringere Bedenken


Neben Aflatoxin B1 untersuchten die Fachleute weitere Schimmelpilzgifte. So wurde Ochratoxin A ebenfalls in zahlreichen Proben gefunden – konkret in 33 von 39 Mandeldrinks sowie in 23 von 29 Sojadrinks, allerdings jeweils nur in sehr niedrigen Konzentrationen. In diesen Fällen fällt die Risikoeinschätzung deutlich moderater aus: Der Konsum solcher Getränke durch Kinder wird vom BfR als "wenig bedenklich" eingestuft.

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