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Milliarden-Deal: Paramount übernimmt Warner Bros. nach Rückzug von Netflix

  • 1. März
  • 2 Min. Lesezeit

Der Unterhaltungskonzern Warner Bros. Discovery hat dem Kaufangebot von Paramount Skydance zugestimmt. Zuvor war der Streamingriese Netflix überraschend aus den Verhandlungen ausgestiegen und machte damit den Weg für den Konkurrenten frei. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Ellison-Familie treibt Übernahme voran


An der Spitze von Paramount steht David Ellison, Sohn des Tech-Unternehmers Larry Ellison. Er betonte in einer Stellungnahme, man wolle „das Erbe zweier legendärer Unternehmen würdigen.“


Paramount, das im vergangenen Jahr in den Besitz der Familie Ellison überging, hatte sein Angebot für Warner zuletzt erhöht: Statt 30 Dollar werden nun 31 Dollar je Aktie geboten. Der Verwaltungsrat von Warner kam nach Prüfung zu dem Schluss, dass diese Offerte attraktiver sei als das zuvor akzeptierte Angebot von Netflix.


Zusätzlich erklärte sich Paramount bereit, die fällige Vertragsstrafe in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen, die Warner aufgrund des geplatzten Netflix-Deals zahlen muss.


Wettbewerbshüter schauen genau hin


Trotz der Einigung ist der Zusammenschluss noch nicht endgültig besiegelt. Rob Bonta, Justizminister von Kalifornien, kündigte eine sorgfältige kartellrechtliche Prüfung an. Auch in Washington werden die zuständigen Behörden die milliardenschwere Transaktion eingehend analysieren. Medienberichten zufolge setzen die Ellisons auf politische Rückendeckung – nicht zuletzt wegen ihrer Nähe zu Donald Trump.


Finanzielle Absicherung des Deals


Für den Fall eines Scheiterns sagte Paramount eine Ausgleichszahlung von sieben Milliarden Dollar zu. Ein erheblicher Teil der Finanzierung wird persönlich von Larry Ellison garantiert, dessen Vermögen laut Schätzungen des Finanzdienstes Bloomberg derzeit bei über 200 Milliarden Dollar liegt.


Zukunft von CNN sorgt für Diskussionen


Ein besonderer Fokus liegt auf dem Nachrichtensender CNN, der bislang zu Warner gehört. In den vergangenen Jahren hatte der Sender häufig kritisch über Donald Trump berichtet. Trump äußerte bereits im Dezember, bei einer Übernahme müsse sichergestellt sein, dass CNN in neue Hände übergehe. Kritikerinnen und Kritiker befürchten jedoch, dass die journalistische Unabhängigkeit des Senders unter dem Dach von Paramount beeinträchtigt werden könnte.

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