Nach Spekulationen von Medwedew: Bundesregierung weist Entführungsfantasien um Kanzler Merz entschieden zurück
- Redaktion Mittagsmagazin

- 6. Jan.
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Die Bundesregierung hat die Aussagen des russischen Politikers Dmitri Medwedew entschieden zurückgewiesen. Anlass waren dessen öffentliche Spekulationen über eine mögliche Entführung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Aus Sicht der Bundesregierung besteht keinerlei Grund zur Sorge, was die Sicherheit des Kanzlers betrifft.
Keine Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen
Wie der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille erklärte, sieht man derzeit keinen Anlass, bestehende Schutzkonzepte zu verändern. Die für den Personenschutz zuständigen Kräfte des Bundeskriminalamts seien hervorragend ausgebildet. Laut Hille zählten die Beamtinnen und Beamten der Sicherungsgruppe „zu den Besten der Welt“.
Medwedews provokante Aussagen
Der frühere russische Präsident und heutige Vizevorsitzende des nationalen Sicherheitsrats äußerte sich gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Tass in drastischer Form. Wörtlich sagte er: „Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein.“ Weiter führte Medwedew aus: „Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.“
Politischer Kurswechsel in Moskau
Medwedew gilt seit einiger Zeit als einer der schärfsten Kritiker westlicher Staaten innerhalb der russischen Führung. In seinen jüngsten Äußerungen stellte er einen Bezug zu einem internationalen Vorfall her: Er verwies auf die Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro durch US-amerikanische Truppen, die dessen Überstellung in die Vereinigten Staaten zur Folge hatte.


