top of page

Nahostkonflikt: Weitere Tote nach neuen israelischen Angriffen

  • 27. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Nach den jüngsten Entwicklungen im Nahostkonflikt meldet die israelische Regierung einen weiteren gezielten Schlag gegen die Führung der Hamas. Nur kurze Zeit nach der Tötung eines ranghohen Militärchefs im Gazastreifen soll nun auch dessen Nachfolger ums Leben gekommen sein. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Israel meldet Tod eines weiteren Hamas-Kommandeurs


Nach Angaben aus Jerusalem richtete sich ein israelischer Einsatz gegen Mohammed Odeh. In einer gemeinsamen Mitteilung erklärten Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz, Odeh sei „den neuen Kommandeur des Flügels der Hamas-Terrororganisation und einen der Architekten des Massakers vom 7. Oktober“ gewesen. Eine offizielle Bestätigung der Hamas zu seinem Tod lag zunächst nicht vor.


Ausweitung der Einsätze im Südlibanon


Parallel dazu intensivierte Israel seine militärischen Aktivitäten im Libanon. Regierungschef Netanjahu erklärte, die Armee erweitere ihre Operationen im Grenzgebiet deutlich. Demnach seien größere Truppenverbände im Einsatz, um strategische Bereiche zu sichern und dauerhaft zu kontrollieren. „Wir befestigen den Sicherheitsstreifen, um die nördlichen Gemeinden zu schützen“, erklärte der Regierungschef.


Laut Informationen aus Sicherheitskreisen überschritten israelische Einheiten dabei erneut die sogenannte „Gelbe Linie“. Diese Grenze hatte Israel nach der Feuerpause mit der Hisbollah-Miliz am 16. April festgelegt. Die Linie bildet den Kern einer geplanten Sicherheitszone, die sich mehrere Kilometer tief in den Südlibanon erstrecken soll. Ein Vertreter des israelischen Militärs erklärte, die Einsätze jenseits der Linie dienten dazu, potenzielle Gefahren für die Bevölkerung im Norden Israels frühzeitig auszuschalten.


Hohe Opferzahlen auf beiden Seiten


Die Kämpfe fordern weiterhin zahlreiche Opfer. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums kamen seit Beginn der israelischen Offensive Anfang März bis Ende Mai mehr als 3.200 Menschen ums Leben. Fast 10.000 weitere Personen wurden verletzt. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichte aktuelle Zahlen. Demnach starben seit Inkrafttreten der Feuerpause im April mindestens 608 Menschen infolge israelischer Angriffe im Libanon. Auf israelischer Seite meldete das Militär seitdem den Tod von zehn Soldaten. Sechs von ihnen seien bei Angriffen mit Drohnen der Hisbollah getötet worden. Die Miliz selbst macht keine Angaben über eigene Verluste.


Hintergrund der Eskalation


Die Spannungen hatten sich im März deutlich verschärft. Auslöser war der Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah. Die Miliz begründete ihre Angriffe mit dem Beginn des Krieges zwischen Israel und Iran und erklärte diese als Reaktion auf die regionale Entwicklung.

bottom of page