Neue BKA-Zahlen: Zahl der Sexualdelikte gegen Kinder und Jugendliche steigt
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Die Zahl der erfassten Sexualstraftaten zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen hat im Jahr 2025 erneut zugenommen. Dies geht aus dem aktuellen Bundeslagebild „Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“ des Bundeskriminalamts (BKA) hervor, das am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Im Vergleich zum Vorjahr registrierten die Behörden 772 zusätzliche Fälle. Die Auswertung zeigt außerdem, dass in mehr als der Hälfte der Ermittlungsverfahren Opfer und Tatverdächtige bereits vor der Tat miteinander bekannt waren.
Entwicklung bei Jugendlichen
Auch bei den Straftaten gegen Jugendliche ist ein Anstieg zu verzeichnen. Während im Jahr 2024 noch 1.191 Fälle erfasst wurden, stieg die Zahl 2025 auf 1.239. Im strafrechtlichen Sinne gelten Kinder als Personen, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Forderungen nach besserem Schutz im Internet
Mit Blick auf die zunehmenden Gefahren im digitalen Raum fordert Kerstin Claus, Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, weitergehende gesetzliche Maßnahmen. Sie erklärt:„Das Bundeslagebild kann das tatsächliche Ausmaß der sexuellen Gewalt, der Jugendliche im Netz tagtäglich ausgesetzt sind, nicht ansatzweise abbilden.
Sextortion nimmt drastisch zu und Cybergrooming trifft fast jeden Dritten zwischen 14 und 17 Jahren – ist aber bislang nicht strafbar. Was nicht strafbar ist, wird nicht gezählt und was nicht gezählt wird, wird nicht bekämpft. Deshalb müssen Jugendliche vor Cybergrooming geschützt und Sextortion als eigene Sexualstraftat erfasst werden.“
Was bedeuten Sextortion und Cybergrooming?
Unter Sextortion versteht man eine Form der Erpressung, bei der Täter mit der Veröffentlichung oder Weitergabe intimer beziehungsweise pornografischer Aufnahmen drohen. Ziel ist es, Betroffene zu Geldzahlungen oder anderen Handlungen zu zwingen.
Als Cybergrooming wird die gezielte Kontaktaufnahme über das Internet bezeichnet, bei der Täter versuchen, das Vertrauen von Kindern oder Jugendlichen zu gewinnen, um sexuelle Kontakte anzubahnen oder sie auszunutzen.

