Neues Jahr, neue Änderungen: Das ändert sich im Jahr 2026
- Redaktion Mittagsmagazin

- 1. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Im neuen Jahr 2026 greifen zahlreiche Gesetzesänderungen, die sowohl das Privatleben als auch die finanzielle Situation vieler Menschen beeinflussen werden. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Einkommen & Arbeit
Mehr Mindestlohn und höhere Ausbildungsvergütung
Zu Beginn des Jahres wird der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro pro Stunde angehoben. Für Auszubildende gilt künftig eine verbesserte Mindestausbildungsvergütung:
1. Ausbildungsjahr: 724 €
2. Ausbildungsjahr: 854 €
3. Ausbildungsjahr: 977 €
4. Ausbildungsjahr: 1.014 €
Grenzen für Minijobs steigen
Mit dem höheren Mindestlohn wächst auch die Verdienstgrenze für Minijobs – von 556 € auf 603 € monatlich.
Sozialabgaben für höhere Einkommen
Bei Gutverdienenden werden die Bemessungsgrenzen neu angepasst. Rentenbeiträge sind künftig bis zu einem Monatseinkommen von 8.450 € fällig; in Kranken- und Pflegeversicherung liegt die Grenze künftig bei 5.812,50 €.
Familie & Bildung
Neuer Anspruch auf Ganztagsbetreuung
Ab dem Schuljahr 2026/27 sollen zunächst alle Kinder der ersten Klasse ein Recht auf ganztägige Betreuung in der Schule haben. Jedes Jahr kommt eine weitere Klassenstufe hinzu.
Kindergeld steigt leicht
Das Kindergeld erhöht sich zum Jahresbeginn auf 259 € pro Monat.
Steuern & Entlastungen
Höherer Grundfreibetrag
Die steuerfreie Einkommensgrenze wandert im Jahr 2026 auf 12.348 €. Auch der Kinderfreibetrag steigt – auf 9.756 €.
Unterstützung für Ehrenamtliche
Die Übungsleiterpauschale steigt auf 3.300 €, die allgemeine Ehrenamtspauschale auf 960 €.
Verkehr & Mobilität
Deutschlandticket wird teurer
Der Preis des bundesweiten Nahverkehrsabos erhöht sich auf 63 € monatlich.
Dauerhaft erhöhte Pendlerpauschale
Fortan gilt ab dem ersten Kilometer eine Pauschale von 38 Cent.
Rente & Altersvorsorge
Mögliche Rentensteigerung
Ab 1. Juli dürfen Rentnerinnen und Rentner mit einer Erhöhung rechnen; der genaue Wert steht noch aus, derzeit wird eine Steigerung von etwa 3,7 % prognostiziert.
Aktivrente: Steuerfreie Zuverdienste
Personen im Rentenalter können künftig bis zu 2.000 € pro Monat steuerfrei hinzuverdienen – allerdings nicht in allen Berufsgruppen (u. a. ausgeschlossen: Selbstständige, Beamte, Minijobber).
Staat & Gesellschaft
Wehrdienst: Rückkehr der Erfassung
Volljährige sollen ab 2026 einen Fragebogen erhalten, der ihre Eignung und Motivation prüft. Für Männer ist die Abgabe verpflichtend, für Frauen freiwillig. Verteidigungsminister Boris Pistorius betont: "Es sind viel mehr bereit, Verantwortung zu übernehmen, als uns Teile des Parlaments oder Teile der Öffentlichkeit uns glauben machen wollen. Es gibt das Gefühl für Verantwortung."
Soziales & Bürgerleistungen
Bürgergeld wird zur Grundsicherung – mit strengeren Regeln
Das Bürgergeld bekommt einen neuen Namen und strengere Vorgaben. Verpasste Termine im Jobcenter oder verweigerte Mitwirkung können bereits beim ersten Mal Kürzungen von 30 % nach sich ziehen; bei wiederholten Versäumnissen ist sogar ein kompletter Zahlungsstopp möglich. Der Start ist größtenteils zum 1. Juli 2026 geplant.
Gesundheit
Zusatzbeiträge vieler Krankenkassen steigen
Mehrere Krankenkassen haben Anhebungen angekündigt – beispielsweise bei der TK von 2,45 % auf 2,69 % und bei der DAK von 2,8 % auf 3,2 %.
Verbot von Lachgas für Minderjährige
Der Verkauf der Droge an Kinder und Jugendliche wird untersagt – auch online oder an Automaten. Der Start ist für April 2026 vorgesehen.
Energie & Alltag
Wegfall der Gasspeicherumlage
Die bisherige Umlage entfällt, was Haushalten entlastet – allerdings führt dies nicht automatisch zu niedrigeren Endpreisen, da der Gesamtpreis aus mehreren Bestandteilen besteht.
Reduzierte Mehrwertsteuer in der Gastronomie
Für Speisen in Restaurants gilt dauerhaft ein Satz von 7 % statt 19 % – ob dies zu günstigeren Preisen führt, bleibt offen.


