News kompakt vom 13. Januar 2026
- Redaktion Mittagsmagazin

- 13. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Hier sind die Kurznachrichten von „LSJonline Kompakt“ am 13. Januar 2026.
Iran trotz Sperre
Videos aus dem zeigen mutmaßliche Opfer der Proteste
Trotz massiver Internet-Blockaden dringen weiterhin verstörende Aufnahmen aus dem Iran nach außen. In sozialen Netzwerken verbreiten Aktivisten und Regimegegner Videos, auf denen zahlreiche Leichensäcke am Boden liegen sollen – mit Toten, die bei den jüngsten Protesten ums Leben gekommen sein könnten. Eine unabhängige Bestätigung der Aufnahmen steht bislang aus. Dennoch wächst international die Sorge, dass die Sicherheitskräfte mit außergewöhnlicher Härte gegen Demonstrierende vorgehen.
Söders Föderalplan
CSU-Chef fordert Fusionen von Ländern und verweist auf Einsparungen
Auf der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion in Oberfranken hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine Debatte über die Neuordnung der Bundesländer angestoßen. Er kritisierte, dass einige Länder finanziell kaum überlebensfähig seien und dauerhaft unterstützt werden müssten. "Größere Einheiten sind erfolgreicher als kleine", sagte Söder und sprach sich dafür aus, die staatliche Struktur neu zu denken. Zugleich betonte er, dass ein solcher Prozess Zeit brauche und rechtlich nur über Bundesgesetz und Volksentscheid möglich sei. Er räumte ein, dies sei "nichts, was über Nacht geht".
Apothekensterben
Immer weniger Standorte gefährden die flächendeckende Arzneiversorgung
Die Apothekenlandschaft in Deutschland schrumpft weiter. Ende 2025 wurden bundesweit nur noch 16.601 Apotheken gezählt – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ist damit der niedrigste Stand seit fast fünf Jahrzehnten erreicht. "Mittlerweile ist der niedrigste Stand an Apotheken seit fast 50 Jahren erreicht", erklärte ABDA-Präsident Thomas Preis. Seit 2013 habe jede fünfte Apotheke schließen müssen, häufig aus wirtschaftlichen Gründen.
Erbschaftssteuer-Streit
Linke stellt sich hinter SPD und fordert Ende der Privilegien
In der Diskussion um eine Reform der Erbschaftssteuer erhält die SPD Unterstützung von der Linkspartei. Deren Fraktionschefin Heidi Reichinnek kritisierte die bestehende Regelung scharf: "Die Erbschaftssteuer in ihrer jetzigen Form ist eine der ungerechtesten Steuern im Land". Ihrer Ansicht nach profitieren vor allem sehr große Vermögen von Ausnahmeregelungen, obwohl drei Viertel der Milliardäre ihr Vermögen geerbt hätten. Reichinnek betonte zudem, dass selbst Unternehmen eine Reform verkraften könnten, da Steuerzahlungen über einen Zeitraum von 20 Jahren gestreckt werden könnten.



