Oscar-Regeln verschärft: Warum KI-Filme und digitale Schauspieler künftig keine Chance mehr haben
- 4. Mai
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Die Verantwortlichen der Oscar-Verleihung haben eine eindeutige Linie gezogen, was den Einsatz von Künstlicher Intelligenz betrifft: Werke, die vollständig von KI geschaffen wurden, sollen keine Auszeichnungen erhalten. Besonders deutlich wird das in den Schauspielkategorien. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
„In der Kategorie Schauspiel werden nur Rollen berücksichtigt, die im Abspann des Films aufgeführt und nachweislich von Menschen mit deren Einverständnis gespielt wurden“, erklärte die Oscar-Akademie.
Auch Drehbücher unterliegen Vorgaben
Nicht nur vor der Kamera, sondern auch hinter den Kulissen gelten strenge Kriterien. So müssen auch die kreativen Grundlagen eines Films menschlichen Ursprungs sein. „In den Drehbuchkategorien ist festgelegt, dass Drehbücher von Menschen verfasst sein müssen, um zugelassen zu werden.“
Diskussionen durch digitale Schauspieler
Die Debatte rund um KI in der Filmbranche wurde zuletzt durch ein aufsehenerregendes Beispiel angeheizt. Eine digitale Nachbildung des verstorbenen Schauspielers Val Kilmer sorgte bei einer Präsentation für Kinobetreiber:innen für Aufmerksamkeit. Gezeigt wurde ein Trailer zum Action-Abenteuer „As Deep As The Grave“, in dem eine computergenerierte Version des Darstellers zu sehen war. Das Projekt entstand mit Zustimmung der Familie, die umfangreiches Videomaterial zur Verfügung stellte. Dadurch konnte Kilmer in unterschiedlichen Lebensphasen digital rekonstruiert werden.
Frühere Nutzung von KI-Technologie
Bereits zuvor kam bei Kilmer moderne Technik zum Einsatz. Für den Film „Top Gun: Maverick“ (2022) wurde seine Stimme mithilfe von KI nachgebildet. Hintergrund war eine Erkrankung an Kehlkopfkrebs, durch die er seine natürliche Stimme verloren hatte.

